Die ABL eMH3 ist eine Dual-Ladestation mit zwei unabhängigen Ladepunkten, konzipiert für den gewerblichen und halböffentlichen Einsatz. Mit bis zu 2 × 22 kW Ladeleistung, integriertem RFID-Zugangsschutz, MID-konformem Energiezähler und Backend-Anbindung via OCPP richtet sie sich an Hotels, Firmenparkplätze und Mehrfamilienhaus-Verwaltungen, die eine professionelle Ladelösung mit Abrechnungsfähigkeit benötigen. Der Preis liegt je nach Konfiguration zwischen ca. 2.000 und 3.000 €. Einen Vergleich aller Wallboxen finden Sie im Wallbox-Vergleich 2026.
- 2 unabhängige Ladepunkte: jeweils bis 22 kW (3-phasig, 32 A)
- RFID-Zugangssteuerung für Nutzer-Authentifizierung
- MID-konformer Energiezähler für eichrechtskonforme Abrechnung
- Backend-Anbindung über OCPP 1.6 (Cloud-Steuerung, Tarifierung)
- Made in Germany (ABL, Lauf an der Pegnitz, Bayern)
- Preis: ca. 2.000–3.000 € je nach Konfiguration
Technische Daten: ABL eMH3 im Detail
| Spezifikation | ABL eMH3 |
|---|---|
| Ladepunkte | 2 (unabhängig steuerbar) |
| Ladeleistung pro Punkt | bis 22 kW (3-phasig, 32 A) |
| Anschluss | Typ 2, Ladesteckdose (ohne Kabel) |
| Konnektivität | LAN / WLAN / 4G (je nach Variante) |
| Backend-Protokoll | OCPP 1.6 |
| Zugangssteuerung | RFID (ISO 14443 / 15693) |
| Energiezähler | MID-konform (eichrechtskonform) |
| Lastmanagement | Statisch und dynamisch (über Backend) |
| Schutzart | IP54 (Außenmontage geeignet) |
| FI-Schutz | DC-Fehlerstromsensor 6 mA integriert |
| Gehäuse | Stahlblech, pulverbeschichtet, vandalismussicher |
| Herkunft | Deutschland (ABL, Lauf a. d. Pegnitz) |
| Preis (ca.) | 2.000–3.000 € (konfigurationsabhängig) |
Die Installation der ABL eMH3 muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Das ist nach VDE 0100-722 gesetzlich vorgeschrieben. Bei 22 kW pro Ladepunkt ist eine Genehmigung durch den Netzbetreiber erforderlich, bei zwei Ladepunkten kann die Gesamtlast bis zu 44 kW betragen, was eine entsprechende Dimensionierung des Hausanschlusses voraussetzt. Details zur Installation finden Sie in unserem Wallbox-Installations-Ratgeber.
ABL eMH3 vs. Webasto Unite vs. Easee Home: Gewerbliche Ladestationen im Vergleich
| Kriterium | ABL eMH3 | Webasto Unite | Easee Home |
|---|---|---|---|
| Ladepunkte | 2 (integriert) | 1 (skalierbar bis 250) | 1 (kaskadierbar) |
| Ladeleistung | 2 × 22 kW | bis 22 kW | bis 22 kW |
| RFID | Ja | Ja | Nein (App-basiert) |
| MID-Zähler | Ja | Ja | Optional |
| OCPP | 1.6 | 1.6 | Proprietär (Easee Cloud) |
| Lastmanagement | Statisch + dynamisch | Statisch + dynamisch | Dynamisch (Easee Equalizer) |
| Skalierbarkeit | Einzelstation (2 Punkte) | Bis 250 Ladepunkte | Bis 3 pro Kreis |
| Herkunft | Deutschland | Deutschland | Norwegen |
| Preis (ca.) | 2.000–3.000 € | ab 899 € | ab 849 € |
Empfehlung nach Einsatzzweck:
- Sie brauchen zwei Ladepunkte in einem Gerät mit Abrechnung: → ABL eMH3. Ein Gehäuse, zwei Ladepunkte, MID-Zähler, RFID, die kompakte Lösung für kleine Parkplätze.
- Sie planen eine größere Ladeinfrastruktur mit vielen Ladepunkten: → Webasto Unite. Skalierbar bis 250 Ladepunkte, OCPP-kompatibel, offen für verschiedene Backend-Systeme.
- Sie suchen eine einfache Lösung für wenige Stellplätze: → Easee Home. Kompakt, schnelle Installation, aber proprietäres Ökosystem ohne Standard-OCPP.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann die ABL eMH3 für die Abrechnung gegenüber Mietern oder Hotelgästen genutzt werden?
Ja. Der integrierte MID-konforme Energiezähler ermöglicht eine eichrechtskonforme Erfassung des Energieverbrauchs pro Ladevorgang. In Kombination mit einem OCPP-fähigen Backend-System (z. B. reev, chargecloud, has·to·be) können Sie individuelle Ladevorgänge zuordnen und abrechnen. Die RFID-Karten identifizieren den jeweiligen Nutzer.
Brauche ich für die ABL eMH3 eine Genehmigung vom Netzbetreiber?
Ja. Jede Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei Ladeleistungen über 11 kW, und die eMH3 bietet bis zu 2 × 22 kW, ist eine Genehmigung erforderlich. Die Installation muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen (VDE 0100-722). Dieser übernimmt in der Regel auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Mehr dazu in unserem Installations-Ratgeber.
Welches Backend-System funktioniert mit der ABL eMH3?
Die ABL eMH3 kommuniziert über das offene Protokoll OCPP 1.6. Damit ist sie kompatibel mit einer Vielzahl von Backend-Systemen wie reev, chargecloud, has·to·be oder Open E-Mobility. ABL bietet auch ein eigenes Backend (ABL Dashboard) an. Die Wahl des Backends hängt von Ihren Anforderungen an Abrechnung, Nutzverwaltung und Monitoring ab.
ABL eMH3 Bewertung: Die professionelle Dual-Ladestation Made in Germany
Die ABL eMH3 ist keine Wallbox für den Privatanwender, und das ist auch nicht ihr Anspruch. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus zwei unabhängigen Ladepunkten in einem Gehäuse, eichrechtskonformer Abrechnung (MID + RFID) und offener Backend-Anbindung über OCPP 1.6. Für Hotels mit wenigen E-Auto-Stellplätzen, Firmen mit überschaubarem Fuhrpark oder MFH-Verwalter, die eine professionelle Ladelösung ohne großen Infrastrukturaufwand suchen, ist die eMH3 eine durchdachte Wahl.
Der Preis von 2.000 bis 3.000 € relativiert sich, wenn Sie bedenken, dass zwei separate Ladestationen mit gleicher Ausstattung (MID, RFID, OCPP) ähnlich oder teurer wären, plus doppelter Installationsaufwand. Die ABL-typische Fertigungsqualität Made in Germany rundet das Paket ab.
Wer mehr als zwei Ladepunkte oder eine skalierbare Infrastruktur benötigt, sollte sich die Alternativen im Wallbox-Vergleich ansehen, etwa die Webasto Unite mit Skalierbarkeit bis 250 Ladepunkte.
ABL eMH3. Professionelle Dual-Ladestation für Gewerbe und MFH
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