Die ABL eMH1 ist das Gegenteil einer Smart-Wallbox, und genau darin liegt ihr Reiz. Keine App, keine Cloud, keine WLAN-Verbindung. Stattdessen: solide Ladetechnik aus bayerischer Fertigung, ein Unternehmen mit über 100 Jahren Erfahrung in der Elektrotechnik (gegründet 1923) und ein Preis ab ca. 539 €. Die ABL eMH1 liefert 11 kW oder 22 kW Ladeleistung über einen Typ-2-Anschluss, nicht mehr, nicht weniger. Für alle, die einfach nur zuverlässig laden wollen, ohne sich mit Firmware-Updates und App-Registrierungen zu beschäftigen. Einen Vergleich aller Wallboxen finden Sie im Wallbox-Vergleich 2026.
- Ladeleistung: 11 kW oder 22 kW (3-phasig)
- Made in Germany. Fertigung in Lauf an der Pegnitz (Bayern)
- Keine App, keine Cloud, keine Internetverbindung nötig
- Robustes Gehäuse, IP54 (geschützt gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Außenmontage möglich)
- Integrierter DC-Fehlerstromsensor (6 mA)
- Ab ca. 539 € (11 kW)
Technische Daten: ABL eMH1
| Spezifikation | ABL eMH1 (11 kW) | ABL eMH1 (22 kW) |
|---|---|---|
| Ladeleistung | 11 kW (3-phasig) | 22 kW (3-phasig) |
| Ladestrom | 16 A | 32 A |
| Anschluss | Typ 2, Ladesteckdose | Typ 2, Ladesteckdose |
| Konnektivität | Keine | Keine |
| App | Keine | Keine |
| Lastmanagement | Nein | Nein |
| PV-Überschussladen | Nein (nur über externe Steuerung, z. B. evcc) | Nein (nur über externe Steuerung) |
| RFID | Nein | Nein |
| MID-Zähler | Nein | Nein |
| Schutzart | IP54 | IP54 |
| Integrierter FI Typ A | Ja (DC 6 mA) | Ja (DC 6 mA) |
| Herkunft | Deutschland (Lauf a. d. Pegnitz, Bayern) | Deutschland (Lauf a. d. Pegnitz, Bayern) |
| Preis (ca.) | ab 539 € | ab 699 € |
Die ABL-Philosophie: Weniger ist mehr
ABL. Bayerische Kabelwerke, gegründet 1923, baut seit Jahrzehnten Installationstechnik. Die eMH1 spiegelt diese Tradition wider: ein robust gefertigtes Metallgehäuse, bewährte Ladetechnik und der bewusste Verzicht auf alles, was nicht zum Kernzweck gehört.
Kein WiFi bedeutet: keine Firmware-Updates, keine Sicherheitslücken durch Cloud-Anbindung, kein Vendor-Lock-in. Die Wallbox funktioniert am Tag der Installation genauso wie in zehn Jahren. Für sicherheitsbewusste Nutzer und alle, die keine Lust auf App-Registrierungen haben, ist das ein echtes Argument.
Die Kehrseite: Ohne Konnektivität gibt es kein Lastmanagement, kein PV-Überschussladen und keine Fernsteuerung. Wer diese Funktionen braucht, muss auf eine Smart-Wallbox oder ein externes Energiemanagementsystem wie evcc ausweichen.
Installation: Unkompliziert und normgerecht
Die Installation einer Wallbox muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Das ist keine Empfehlung, sondern gesetzliche Pflicht nach VDE 0100-722 und TAB des Netzbetreibers. Zusätzlich muss jede Wallbox beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden, bei Ladeleistungen über 11 kW ist eine Genehmigung erforderlich. Mehr dazu in unserem Wallbox-Installations-Ratgeber.
Die ABL eMH1 ist bei Elektrikern beliebt: Die Verdrahtung ist übersichtlich, die Anschlussräume großzügig dimensioniert, und die Montage folgt dem klassischen Aufputz-Prinzip. Kein Pairing, kein WiFi-Setup, keine App-Konfiguration. Anschluss, Absicherung prüfen, fertig.
Für die 11-kW-Variante reicht eine Anmeldung beim Netzbetreiber (keine Genehmigung nötig). Die Absicherung erfolgt über 16 A LS-Schalter und einen FI Typ A (30 mA), der integrierte DC-Fehlerstromsensor macht einen teuren FI Typ B in den meisten Fällen überflüssig.
ABL eMH1 vs. Wallbox Pulsar Plus vs. Heidelberg Home Eco: Drei Wege zum Ziel
| Kriterium | ABL eMH1 | Wallbox Pulsar Plus | Heidelberg Home Eco |
|---|---|---|---|
| Ladeleistung | 11/22 kW | bis 22 kW | 11 kW |
| App-Steuerung | Keine | MyWallbox (WiFi + BT) | Keine |
| PV-Überschussladen | Nein (nur extern) | Ja (App/API) | Nein (nur extern) |
| Lastmanagement | Nein | Power Boost (dynamisch) | Nein |
| RFID | Nein | Nein | Nein |
| Herkunft | Deutschland (Bayern) | Spanien (Barcelona) | Deutschland (Heidelberg) |
| Preis (11 kW) | ca. 539 € | ca. 549 € | ca. 499 € |
Empfehlung:
- Sie wollen einfach nur laden, ohne App, ohne Cloud, Made in Germany: → ABL eMH1. Bewährte Technik, schnelle Installation, keine Abhängigkeit von Servern oder Software.
- Sie wollen eine smarte Wallbox mit App und PV-Überschussladen: → Wallbox Pulsar Plus. Nur ca. 10 € mehr, dafür mit WiFi, App-Steuerung und dynamischem Lastmanagement.
- Sie suchen die günstigste solide Wallbox ohne Schnickschnack: → Heidelberg Home Eco. Ähnliche Philosophie wie die ABL, noch etwas günstiger. Detaillierte Bewertung: Heidelberg Home Eco Bewertung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann die ABL eMH1 PV-Überschuss laden?
Nicht eigenständig, die ABL eMH1 hat keine Konnektivität. Über ein externes Energiemanagementsystem wie evcc mit einem vorgeschalteten Schütz lässt sich PV-Überschussladen jedoch nachrüsten. Das erfordert allerdings zusätzliche Hardware und Konfiguration.
Brauche ich einen Elektriker für die Installation?
Ja, zwingend. Die Installation einer Wallbox ist nach VDE 0100-722 einem Elektrofachbetrieb vorbehalten. Zusätzlich muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei 22 kW ist eine Genehmigung erforderlich. Details finden Sie in unserem Installations-Ratgeber.
Ist die ABL eMH1 für die Außenmontage geeignet?
Ja, die ABL eMH1 hat die Schutzart IP54 und ist damit für die Montage im Außenbereich geeignet. Das robuste Metallgehäuse schützt zusätzlich gegen mechanische Einwirkungen. Ein Carport oder eine überdachte Montage verlängert die Lebensdauer, ist aber nicht zwingend erforderlich.
11 kW oder 22 kW, welche Variante soll ich wählen?
Für die meisten Privatanwender reichen 11 kW. Ein E-Auto mit 60-kWh-Akku ist damit in ca. 6 Stunden vollgeladen, ausreichend für Übernacht-Ladung. Die 22-kW-Variante lohnt sich nur, wenn Ihr Fahrzeug tatsächlich mit 22 kW AC laden kann (z. B. Renault ZOE, Smart #1) und Sie kürzere Ladezeiten benötigen.
Fazit der ABL eMH1 Bewertung: Zuverlässig laden ohne Kompromisse bei der Einfachheit
Die ABL eMH1 ist die richtige Wallbox für alle, die eine zuverlässige Ladestation suchen, ohne App-Zwang, ohne Cloud-Anbindung, ohne Abhängigkeit von Servern, die morgen abgeschaltet werden könnten. Made in Germany seit 1923, mit einem robusten Metallgehäuse und einer Preisgestaltung, die zeigt, dass Einfachheit nicht teuer sein muss.
Die Schwächen sind die logische Konsequenz der Stärken: Kein Lastmanagement, kein PV-Überschussladen, keine Fernsteuerung. Wer sein E-Auto primär über Nacht lädt und keine smarten Funktionen braucht, wird diese Features nicht vermissen. Wer dagegen PV-Überschuss nutzen oder die Ladung per App steuern will, braucht eine andere Wallbox, oder ein externes System wie evcc.
Für den typischen „Einfach-nur-laden“-Käufer bleibt die ABL eMH1 eine der solidesten Optionen am Markt. Die Alternativen finden Sie in unserem Wallbox-Vergleich 2026.
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