PV-Anlage im Landkreis Dachau: Kosten, Förderung & Realcheck 2026

Hausbesitzer auf Hofeinfahrt vor Bauernhaus mit Photovoltaik-Dach im Landkreis Dachau
Marco Amato21 Min. Lesezeit
Regionaler Ratgeber · Dachauer Land

Kosten, kommunale Förderung, Netzbetreiber-Anmeldung und erwartbare Erträge – alle lokalen Daten für Ihre Investitionsentscheidung im Dachauer Land. Von der Kreisstadt Dachau über Karlsfeld bis in die ländlichen Gemeinden um Altomünster.

Photovoltaik im Landkreis Dachau – Auf einen Blick
Globalstrahlung~1.155 kWh/m²/aQuelle: DWD
Anlagenkosten1.300–1.450 €/kWpMarktdaten Q1/2026
Ertrag 10 kWp~10.500 kWh/aSüd, 30° Neigung
PV-Anlagen im LK~5.000+MaStR, Ende 2025
NetzbetreiberBayernwerk+ Stadtwerke Dachau
Dachpotenzial frei~85 %Solarkataster LK

Der Landkreis Dachau bietet für PV-Anlagen eine besonders günstige Ausgangslage: Die Globalstrahlung liegt mit rund 1.155 kWh/m² pro Jahr deutlich über dem Bundesdurchschnitt, die Eigenheimquote ist hoch, und die Schneelastzone 1 bedeutet weniger Auflagen als im benachbarten Voralpenland. Rund 5.000 Anlagen produzieren bereits Solarstrom – doch erst etwa 15 Prozent der geeigneten Dachflächen sind belegt.

Was viele nicht wissen: Im Landkreis Dachau gibt es ein Thema, das in kaum einem Online-Ratgeber vorkommt – Netzengpässe. In einigen Gemeinden im Norden des Landkreises ist das Stromnetz an der Kapazitätsgrenze. Wer dort ohne Batteriespeicher einspeist, riskiert eine Abregelung durch den Netzbetreiber. Dieser Ratgeber erklärt, was das für Ihre Investitionsentscheidung bedeutet.

Unser interaktiver PV-Realcheck berechnet Kosten, Förderung und Amortisation individuell für alle 17 Gemeinden im Landkreis – einschließlich einer Netzengpass-Einschätzung für Ihren Standort.

PV-Realcheck: Was kostet es auf Ihrem Dach?

In drei kurzen Schritten erhalten Sie eine personalisierte Schätzung für Ihre PV-Investition – mit allen versteckten Kosten (Zählerschrank, Gerüst, Statik) und dem Förder-Kompass für Ihre Gemeinde.

Sonneneinstrahlung und Ertrag im Dachauer Land

Der Landkreis Dachau liegt im oberbayerischen Hügelland auf rund 460–530 m ü. NHN. Die Globalstrahlung beträgt laut Deutschem Wetterdienst etwa 1.155 kWh/m² pro Jahr – deutlich über dem Bundesdurchschnitt von ca. 1.050 kWh/m². Die Region profitiert von rund 1.700 Sonnenstunden jährlich.

Ertragsrechnung Landkreis Dachau
10-kWp-Anlage, Süddach, 30° Neigung
KennwertWertHinweis
Globalstrahlung~1.155 kWh/m²/aDWD, Oberbayern
Spez. Jahresertrag1.000–1.100 kWh/kWpAbh. von Ausrichtung
Jahresertrag 10 kWp10.000–11.000 kWhOptimal ausgerichtet
Eigenverbrauch~35 %Ohne Speicher
Mit Speicher~65 %10-kWh-Batterie
Vollausbau (+ WP + EV)~83 %Maximaler Eigenverbrauch
CO₂-Vermeidung~4,5 t/aDt. Strommix 2026
Ingenieur-Insight

Ein Vorteil des Dachauer Lands gegenüber Starnberg und dem Voralpenland: Die Schneelastzone 1 (0,65–0,85 kN/m²) ist deutlich milder als Zone 2. Das bedeutet weniger Auflagen bei der Statikprüfung und keine Schneelast-Zuschläge bei der Montage – ein Kostenvorteil von 150–550 € gegenüber Hochlagen-Standorten.

Globalstrahlung im Landkreis Dachau nach Gemeinde – Hilgertshausen-Tandern führt mit 1.168 kWh/m², Haimhausen bei 1.148 kWh/m²
Globalstrahlung aller 17 Gemeinden im Landkreis Dachau. Netzengpass-Gemeinden mit „N“ markiert. Daten: DWD, PVGIS. Stand April 2026.
Tabellenansicht

Jährliche Globalstrahlung in kWh/m² für alle 17 Gemeinden des Landkreises Dachau. Datengrundlage: DWD, PVGIS. Stand April 2026.

  • Globalstrahlung im Landkreis Dachau
  • Jährliche Globalstrahlung in kWh/m² · Daten: DWD, PVGIS (JRC) · Werte interpoliert auf Gemeindeebene
  • ⌀ 1.158
  • Hilgertshs.-Tandern
  • Altomünster
  • Odelzhausen
  • Markt Indersdorf
  • Erdweg
  • Pfaffenh. a.d. Glonn
  • Dachau
  • Petershausen
  • Schwabhausen

Quellen: DWD Globalstrahlungskarte, PVGIS (JRC), Fraunhofer ISE · Werte auf Gemeindeebene interpoliert · Stand: April 2026

Netzengpässe im Landkreis Dachau – was Sie wissen müssen

Ein Thema, das den Landkreis Dachau von vielen anderen Regionen unterscheidet: Das Stromnetz ist in einigen Gemeinden nicht für die wachsende PV-Einspeisung ausgelegt. Betroffen sind vor allem Petershausen, Altomünster und Markt Indersdorf – hier kann es vorkommen, dass der Netzbetreiber die Einspeiseleistung begrenzt.

Was das konkret bedeutet: Ihre Anlage produziert Strom, aber in Spitzenzeiten wird die Einspeisung ins Netz gedrosselt. Der Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen und nicht einspeisen können, geht verloren. Die Lösung: Ein Batteriespeicher fängt die Spitzen auf und verschiebt den Verbrauch in die Abend- und Nachtstunden. In Netzengpass-Gemeinden ist ein Speicher nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern praktisch notwendig.

§14a EnWG beachten: Seit Januar 2024 darf der Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen – dazu zählen Wallboxen und Wärmepumpen – bei Netzengpässen auf bis zu 4,2 kW dimmen. Im Gegenzug erhalten Sie ein reduziertes Netzentgelt. Für PV-Besitzer im Landkreis Dachau bedeutet das: Ihre Wallbox oder Wärmepumpe kann in Spitzenzeiten weniger Strom beziehen. Ein Batteriespeicher gleicht das aus, indem er die gedimmten Geräte mit gespeichertem PV-Strom versorgt.

Netzausbau im Landkreis Dachau
Geplante Maßnahmen 2025–2028
1
Erdkabel Kleinschwabhausen
18 km Erdkabel, Fertigstellung 2025. Entlastet das Netz im südwestlichen Landkreis.
2
Umspannwerk Oberbachern
Erweiterung bis 2028. Kernmaßnahme für die Netzstabilität im gesamten Landkreis.
3
Neue Schaltanlagen
Petershausen, Markt Indersdorf, Altomünster – verbessern die Einspeisekapazität in den betroffenen Ortsnetzen.
4
SüdOstLink
Fertigstellung 2027. Die Gleichstromtrasse entlastet das regionale Verteilnetz langfristig.
Handlungsempfehlung

In den Gemeinden Petershausen, Altomünster und Markt Indersdorf ist ein Batteriespeicher dringend empfohlen. Er erhöht nicht nur den Eigenverbrauch, sondern schützt auch vor Ertragsverlusten durch Einspeisebegrenzung. Der PV-Realcheck oben berücksichtigt die Netzengpass-Situation Ihrer Gemeinde automatisch.

Netzausbau-Zeitachse Landkreis Dachau 2024–2029: Erdkabel, Schaltanlagen, SüdOstLink, Umspannwerk Oberbachern
Geplanter Netzausbau im Landkreis Dachau: Alle Maßnahmen bis 2029 auf einen Blick. Quellen: Bayernwerk Netz, LRA Dachau.
Tabellenansicht

Horizontale Zeitachse mit vier Meilensteinen des Stromnetzausbaus im Landkreis Dachau: Paragraf 14a EnWG (Januar 2024), Erdkabel Kleinschwabhausen 18 km (2025), Schaltanlagen Petershausen, Markt Indersdorf und Altomünster (2026-2027), SüdOstLink Fertigstellung und Erweiterung UW Oberbachern (2028-2029). Quelle: Bayernwerk Netz, LRA Dachau, Stand April 2026.

  • Netzausbau-Zeitachse Landkreis Dachau
  • Geplante und abgeschlossene Netzertüchtigung 2024 – 2029
  • Erledigt
  • §14a EnWG
  • Steuerbare Verbraucher
  • Jan 2024
  • Erdkabel
  • Kleinschwabhausen
  • 18 km | 2025
  • In Umsetzung
  • Schaltanlagen
  • Petershausen

Quelle: Bayernwerk Netz, LRA Dachau, Stand April 2026

Typische Dachlandschaft im Dachauer Land

Satteldächer (35–45°) dominieren im gesamten Landkreis – in Dachau, Bergkirchen, Röhrmoos und den ländlichen Gemeinden. Die typische Neigung ist ideal für PV. Viele Häuser stammen aus den 1960er–1990er Jahren und bieten Dachfläche für 8–12 kWp.

Reihenhäuser und verdichtete Bebauung prägen Karlsfeld als Münchner Speckgürtel-Gemeinde. Die Dachflächen sind kleiner, aber durch Ost-West-Belegung lässt sich auch auf schmalen Satteldächern eine wirtschaftliche Anlage von 6–8 kWp realisieren.

Doppelhaushälften sind in Karlsfeld und Dachau-Augustenfeld besonders häufig. Wichtig: Die gemeinsame Brandwand darf nicht mit Modulen überbaut werden. Das reduziert die nutzbare Dachfläche um 10–15 %. Trotzdem sind 5–7 kWp meist möglich – klären Sie vorab mit Ihrem Nachbarn, ob eine gemeinsame Anlage über beide Hälften sinnvoll ist.

Große landwirtschaftliche Dachflächen finden sich in Erdweg, Hilgertshausen-Tandern, Odelzhausen und Schwabhausen. Auf Scheunen und Wirtschaftsgebäuden sind Anlagen mit 15–30 kWp möglich – hier gelten allerdings andere Einspeiseregelungen. Beachten Sie bei landwirtschaftlichen Gebäuden den Potenzialausgleich und Blitzschutz (Zusatzkosten ca. 500–1.500 €).

Schneelast: Entspannter als im Voralpenland

Der Landkreis liegt in Schneelastzone 1 (DIN EN 1991-1-3): ca. 0,65–0,85 kN/m². Das ist deutlich weniger als die Zone 2 im benachbarten Starnberg. Eine statische Prüfung ist bei Neubauten nach 1990 in der Regel nicht erforderlich – bei älteren Dächern bleibt sie dennoch empfehlenswert.

PV-Kosten nach Dachtyp: Satteldach 1.300 Euro pro kWp, Pultdach 1.320, Flachdach 1.400, Walmdach 1.450 Euro pro kWp
Kostenvergleich nach Dachtyp für eine 10-kWp-Anlage. Preise inkl. Montage, ohne MwSt. Stand April 2026.
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Kostenvergleich von Photovoltaik-Anlagen nach Dachtyp: Satteldach 13.000 Euro, Pultdach 13.200 Euro, Flachdach 14.000 Euro inklusive Aufständerung, Walmdach 14.500 Euro plus 1.200 Euro Gerüstkosten. Preise inklusive Montage, ohne MwSt. (0 % seit 2023). Quellen: Fraunhofer ISE, BDEW, Marktdaten 2026.

  • PV-Kosten nach Dachtyp – Vergleich für 10 kWp
  • Durchschnittspreise inkl. Montage, ohne MwSt. (0 % seit 2023) – Münchner Umland
  • €/kWp
  • + Gerüst
  • 1.200 €
  • Satteldach
  • Standard, optimal
  • Pultdach
  • Einseitig, gut
  • Flachdach
  • + Aufständerung
  • Walmdach

Quellen: Fraunhofer ISE, BDEW, Marktdaten 2026 · Preise inkl. Montage, ohne MwSt. (0 % seit 2023) · Stand: April 2026

Kosten und Wirtschaftlichkeit

~7 Jahre
Anlage 10 kWp Satteldach~13.000 €
+ Speicher 10 kWh (~550 €/kWh)+~5.500 €
Gesamt PV + Speicher~18.500 €
Ersparnis/Jahr (netto)~2.400 €
EEG-Vergütung7,78 / 6,73 ct/kWh
Amortisation7–8 Jahre

Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer vollständig. Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei. Der Wirtschaftlichkeitshebel: Jede selbst verbrauchte kWh spart ca. 35 ct/kWh Netzstrom (Durchschnitt Großraum München 2026) bei nur 8–10 ct/kWh Gestehungskosten. Die Kosten variieren je nach Dachtyp: Satteldach ca. 1.300 €/kWp, Flachdach ca. 1.400 €/kWp, Walmdach ca. 1.450 €/kWp.

Monatliche Stromkosten vorher 131 Euro, nachher mit PV und Speicher nur 38 Euro – Ersparnis 93 Euro pro Monat
Monatliche Stromkosten eines 4-Personen-Haushalts: ohne PV vs. mit 10-kWp-Anlage und 10-kWh-Speicher. Durchschnitt Münchner Umland 2026.
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Vergleich der monatlichen Stromkosten eines 4-Personen-Haushalts im Münchner Umland: Ohne PV 131 Euro pro Monat bei 35 ct/kWh, mit 10 kWp PV-Anlage und 10 kWh Speicher nur 38 Euro pro Monat bei 65 Prozent Eigenverbrauch. Ersparnis über 25 Jahre circa 28.000 Euro nach Anlagenkosten. Quellen: BDEW, Fraunhofer ISE. Stand April 2026.

  • Stromkosten vorher und nachher – Lohnt sich PV?
  • 4-Personen-Haushalt, 4.500 kWh/a – Durchschnitt Münchner Umland
  • OHNE PV
  • Verbrauch:
  • 4.500 kWh/a
  • Strompreis:
  • 35 ct/kWh
  • Eigenverbrauch:
  • 0 %
  • Monatliche Kosten:
  • ~131 €
  • pro Monat

Quellen: BDEW Strompreisanalyse, Fraunhofer ISE, Marktdaten Eigenverbrauchsquoten 2026 · Stand: April 2026

Strompreis vs. PV-Gestehungskosten 2015–2026 – Haushaltsstrom stieg von 28,7 auf 37,2 ct/kWh, PV-Kosten fielen von 12 auf 8 ct/kWh
Die Preisschere zwischen Netzstrom und PV-Eigenproduktion wächst seit Jahren. Quellen: BDEW, Fraunhofer ISE.
Tabellenansicht

Haushaltsstrompreis Deutschland vs. Gestehungskosten einer privaten PV-Dachanlage, 2015 bis 2026. Quellen: BDEW Strompreisanalyse, Fraunhofer ISE, strom-report.com. Stand April 2026.

  • Strompreis vs. PV-Gestehungskosten
  • Haushaltsstrompreis und Stromgestehungskosten kleiner Dachanlagen (≤10 kWp) · Deutschland
  • ct / kWh
  • ENERGIEKRISE
  • 28,7 ct
  • 12,0 ct
  • ~8,0
  • 47,0 ct
  • 29 ct
  • Ersparnis/kWh
  • Haushaltsstrompreis (⌀ DE, inkl. aller Abgaben)
  • PV-Gestehungskosten (Dachanlage ≤10 kWp)

Quellen: BDEW Strompreisanalyse 2026, Fraunhofer ISE Stromgestehungskosten Erneuerbarer Energien, strom-report.com · Stand: April 2026

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus in Dachau-Süd

Um die Wirtschaftlichkeit greifbar zu machen, hier eine konkrete Beispielrechnung für ein typisches Bestandsgebäude im Landkreis:

Fallbeispiel: EFH Dachau-Süd
Baujahr 1988 · 150 m² · Satteldach 40° · Südwest
ParameterWert
Haushalt4 Personen, 4.500 kWh/a Stromverbrauch
PV-Anlage9,8 kWp · 24 Module à 410 Wp
Speicher10 kWh LFP (DC-gekoppelt)
Erwarteter Jahresertrag~9.900 kWh/a
Eigenverbrauchsanteil~65 % (mit Speicher)
Investition (Satteldach, 1.300 €/kWp)~12.740 € (PV netto)
+ Speicher 10 kWh (550 €/kWh)~5.500 €
Investition gesamt~18.240 € (netto, inkl. Montage)
Jährliche Stromkostenersparnis~2.250 €
Einspeisevergütung (abzgl. 5 % Solarspitzengesetz)~255 €/a
Gesamtersparnis pro Jahr~2.505 €
Amortisation~7,3 Jahre
25-Jahres-Nettogewinn (nach Wartung, WR-Tausch)~+42.000 €
CO₂-Vermeidung~4,3 t/a
Amortisation einer 10-kWp-PV-Anlage im Landkreis Dachau – ohne Speicher: 7,5 Jahre, mit Speicher: 7,0 Jahre, Vollausbau: 6,3 Jahre
Amortisationszeiten und 25-Jahres-Nettogewinne für drei PV-Konfigurationen im Landkreis Dachau. Quelle: PV-Realcheck Dachau, Fraunhofer ISE.
Tabellenansicht

Amortisationszeiten und 25-Jahres-Nettogewinne für drei PV-Konfigurationen im LK Dachau: Nur PV, PV+Speicher, Vollausbau. Quellen: eigene Berechnung, Fraunhofer ISE. Stand April 2026.

  • Amortisation im Vergleich
  • 10 kWp Süddach · LK Dachau · 4.000 kWh/a Verbrauch · Strompreis 35 ct/kWh · Inkl. Wartung, Versicherung, WR-Tausch
  • 0 J.
  • 25 J.
  • Nur PV
  • 13.000 €
  • 7,5 J.
  • +26k €
  • PV + Speicher
  • 18.500 €
  • 7,0 J.
  • +42k €

Quellen: Eigene Berechnung (elektronik-zeit.de), Fraunhofer ISE, EEG 2023 · Beispielrechnung, keine Anlageberatung · Stand: April 2026

Nächster Schritt

Diese Rechnung basiert auf Durchschnittswerten für den Landkreis. Für ein verbindliches Angebot empfehlen wir, mindestens 3 regionale Installateure zu vergleichen* – kostenlos und unverbindlich.

* Affiliate-Link: Bei einer Vermittlung erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.

Diese Rechnung berücksichtigt bereits den 5-%-Abschlag durch das Solarspitzengesetz, laufende Kosten (Wartung ~100 €/a, Versicherung ~75 €/a) und den Wechselrichter-Tausch nach ca. 17 Jahren (~2.000 €). Module verlieren pro Jahr ca. 0,4 % Leistung (Degradation) – nach 25 Jahren sind das rund 10 %. Auch das ist eingerechnet. Zur Validierung empfehlen wir den HTW-Unabhängigkeitsrechner der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

PV + Wärmepumpe + Wallbox

Pendler-Region: Die S2 (Petershausen/Altomünster–München) bindet den Landkreis an die Landeshauptstadt an. Wer sein E-Auto tagsüber mit PV-Strom lädt, spart erheblich – besonders bei Homeoffice oder einem Zweitwagen.

Heizungstausch steht an: Viele Bestandsgebäude heizen noch mit Gas oder Öl. PV + Wärmepumpe bietet sich beim ohnehin anstehenden Heizungstausch an.

Gesamtinvestition: PV + Speicher + Wallbox: ca. 20.000–22.000 € (je nach Dachtyp und Wallbox-Verkabelung). Dreifache Einsparung (Strom, Heizung, Sprit) verkürzt die Amortisation auf ca. 6,3 Jahre.

Eigenverbrauch steigern – Nur PV: 35 %, mit Speicher: 65 %, Vollausbau mit Wärmepumpe und E-Auto: 83 %
Drei Ausbaustufen im Vergleich: So steigern Speicher, Wärmepumpe und E-Auto den Eigenverbrauch. Quellen: HTW Berlin, Fraunhofer ISE.
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Vergleich des Eigenverbrauchsanteils in drei Ausbaustufen für ein typisches Einfamilienhaus mit 10 kWp PV-Anlage im LK Dachau. Quellen: HTW Berlin, Fraunhofer ISE. Stand April 2026.

  • Eigenverbrauch steigern – drei Ausbaustufen
  • Beispielrechnung: 10 kWp Süddach · LK Dachau · 4.000 kWh/a Haushaltsstrom · Strompreis 35 ct/kWh
  • Nur PV-Anlage
  • Ohne Speicher
  • 1.869 €/a
  • 3.780 kWh selbst genutzt
  • 7.020 kWh eingespeist
  • Überschuss geht tagsüber
  • ungenutzt ins Netz
  • +30
  • PV + Speicher
  • 10 kWh Batterie

Quellen: HTW Berlin Unabhängigkeitsrechner, Fraunhofer ISE, eigene Berechnung auf Basis regionaler Strahlungsdaten · Stand: April 2026

Entscheidungsbaum: Brauche ich einen Batteriespeicher? Flowchart mit Ja-Nein-Fragen zur Empfehlung
Entscheidungshilfe: Wann sich ein Batteriespeicher lohnt – und wann Sie auch ohne starten können.
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Entscheidungsbaum-Flowchart zur Frage ob ein Batteriespeicher empfohlen wird. Basierend auf Eigenverbrauch, Strompreis-Unabhängigkeit, Wallbox/Wärmepumpe-Planung und Netzengpass-Situation. Faustformel: 1 kWh pro kWp, bei Netzengpass 1,5 kWh/kWp.

  • Brauche ich einen Batteriespeicher?
  • Entscheidungsbaum für PV-Anlagenbesitzer
  • Brauche ich einen Speicher?
  • Eigenverbrauch > 60 % gewünscht?
  • NEIN
  • Strompreis-Unabhängigkeit wichtig?
  • SPEICHER
  • EMPFOHLEN
  • Wallbox oder WP geplant?
  • OPTIONAL
  • Netzengpass in Ihrer Gemeinde?
  • DRINGEND

Entscheidungshilfe für PV-Anlagenbesitzer — keine individuelle Beratung. Stand: April 2026

Denkmalschutz im Landkreis Dachau

Anders als im Landkreis Starnberg spielt Denkmalschutz im Dachauer Land eine untergeordnete Rolle. Dennoch gibt es drei Bereiche, in denen eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich sein kann:

Schloss Dachau und Altstadt: Die historische Altstadt mit dem Schloss und der Pfarrkirche St. Jakob steht unter Ensembleschutz. PV-Module auf Gebäuden im Sichtfeld des Schlosses bedürfen einer Genehmigung. Solardachziegel werden hier zunehmend akzeptiert.

Kloster Altomünster: Das ehemalige Kloster (seit 2017 aufgelöst) und die umgebenden Gebäude stehen unter Einzeldenkmalschutz. Im weiteren Ortsgebiet von Altomünster ist PV in der Regel unproblematisch.

Einzeldenkmäler: Verstreut im Landkreis gibt es einzelne denkmalgeschützte Bauernhöfe und Kirchen. Prüfen Sie im Bayerischen Denkmalatlas, ob Ihr Gebäude betroffen ist. Kontakt: Untere Denkmalschutzbehörde, LRA Dachau, 08131/74-0.

Was Sie vor der Installation einplanen sollten

Elektroinstallation im Bestandsgebäude

Ein häufig unterschätzter Kostenfaktor bei Häusern der 1960er–1980er Jahre: Der vorhandene Zählerschrank ist zu klein für einen Zweirichtungszähler und das Smart Meter Gateway. Die Kosten für die Ertüchtigung liegen bei 1.500 bis 3.000 € – ein Posten, der in keinem Online-PV-Rechner auftaucht, im Landkreis Dachau aber bei rund der Hälfte der Bestandsgebäude anfällt.

Dachzustand und Asbest

Bei Häusern aus den 1960er–1970er Jahren können Eternit-Dachplatten asbesthaltiges Material enthalten. Auf solchen Dächern darf keine PV-Anlage montiert werden – es muss zuerst eine fachgerechte Asbestsanierung erfolgen (Kosten: ab 15.000 €). Im Landkreis Dachau betrifft das insbesondere Siedlungshäuser in Dachau-Ost, ältere Gebäude in Karlsfeld und Teile von Hebertshausen.

Solarspitzengesetz: Was bedeutet der 5-%-Abschlag?

Seit 2025 gilt das Solarspitzengesetz: Wenn der Börsenstrompreis negativ wird, erhalten PV-Anlagenbesitzer für diese Stunden keine Einspeisevergütung. Im Jahresmittel reduziert das die Einspeiseerlöse um ca. 5 %. Für eine typische 10-kWp-Anlage mit Teileinspeisung bedeutet das rund 15–25 € weniger Vergütung pro Jahr. Der wichtigste Hebel dagegen: Eigenverbrauch maximieren.

Dynamische Stromtarife: Chance für Speicher-Besitzer

Seit 2025 müssen alle Stromversorger mindestens einen dynamischen Tarif anbieten. Für PV-Besitzer mit Speicher im Landkreis Dachau ist das besonders interessant: Bei negativen Börsenstrompreisen – die immer häufiger auftreten – können Sie Ihren Speicher günstig aus dem Netz laden und den Strom abends selbst verbrauchen. In Netzengpass-Gemeinden ein zusätzlicher Hebel, um trotz begrenzter Einspeisemöglichkeit das Maximum aus der Anlage zu holen.

EEG-Reform 2027: Warum 2026 das entscheidende Jahr ist

Die Bundesregierung plant ab 2027 den Wegfall der festen Einspeisevergütung für Neuanlagen. Wer seine Anlage bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuelle EEG-Vergütung für volle 20 Jahre – garantiert, unabhängig von Marktpreisschwankungen.

EEG-Vergütung 2000–2027: Von 50,6 ct/kWh auf 7,78 ct/kWh – ab 2027 droht Wegfall der festen Vergütung
EEG-Einspeisevergütung im Zeitverlauf: Wer 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre garantierte Vergütung. Quelle: Bundesnetzagentur.
Tabellenansicht

Entwicklung der EEG-Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen bis 10 kWp (Teileinspeisung) in Deutschland, 2000 bis 2027. Quellen: Bundesnetzagentur, EEG 2023. Stand April 2026.

  • EEG-Einspeisevergütung: Von 50 ct auf null?
  • Teileinspeisung, Dachanlagen ≤10 kWp · Wer 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre garantierte Vergütung
  • ct / kWh
  • 50,6 ct
  • 57,4 ct
  • Höchstwert
  • 6,2 ct
  • 7,78 ct
  • 0 ?
  • Ab 2027: Feste Vergütung soll
  • für Neuanlagen entfallen
  • -87 % seit Höchstwert

Quellen: Bundesnetzagentur EEG-Fördersätze, EEG 2023, Finanztip, BMWK Arbeitsentwurf EEG-Reform 2026 · Stand: April 2026

Netzbetreiber und Anmeldung

Bayernwerk Netz GmbH ist für alle 16 Umlandgemeinden und Teile der Stadt Dachau zuständig. Die Stadtwerke Dachau betreiben das Stromnetz ausschließlich in der Kernstadt Dachau und Teilen von Dachau-Süd – nicht flächendeckend. Klären Sie vor der Angebotseinholung, ob Ihr Hausanschluss bei Bayernwerk oder den Stadtwerken liegt (steht auf Ihrer Stromrechnung).

PV-Anmeldung beim Bayernwerk
Anlagen bis 30 kWp
1
Netzanschlussbegehren
Über bayernwerk-netz.de – in der Regel übernimmt das Ihr Installateur.
2
Netzverträglichkeitsprüfung
Bei ≤30 kWp unkritisch. Bearbeitungszeit: ca. 6–12 Wochen. In Netzengpass-Gemeinden ggf. länger.
3
Zählerwechsel / Smart Meter
Zweirichtungszähler. Ab 7 kWp ist ein Smart Meter Gateway Pflicht.
4
Inbetriebnahme + MaStR
Installateur meldet an Bayernwerk. Sie registrieren im Marktstammdatenregister (Pflicht).

Störung Bayernwerk: 0941 / 280 033 66 (24h) · Stadtwerke Dachau: 08131 / 5655-0 · Klimaschutz LRA: 08131 / 74-1940

PV-Fahrplan: 7 Schritte von der Erstberatung bis zur Inbetriebnahme – Gesamtdauer 3 bis 5 Monate
Ihr Weg zur eigenen PV-Anlage: Von der Erstberatung bis zur Inbetriebnahme in 3–5 Monaten. Inbetriebnahme 2026 sichert 20 Jahre EEG-Vergütung.
Tabellenansicht

Schritt-für-Schritt-Roadmap für die Installation einer Photovoltaikanlage im Münchner Umland: Erstberatung, Angebote einholen, Angebote prüfen, Auftrag erteilen, Installation, Netzanmeldung, Inbetriebnahme. Gesamtdauer 3–5 Monate. Quellen: Verbraucherzentrale Bayern, Bundesnetzagentur, Fraunhofer ISE. Stand April 2026.

  • Ihr PV-Fahrplan – In 7 Schritten zur eigenen Solaranlage
  • Von der Erstberatung bis zur Inbetriebnahme – typischer Ablauf im Münchner Umland
  • Erstberatung
  • VZ Bayern (40 €)
  • oder KLIMA3
  • 1 Tag
  • Angebote
  • einholen
  • Mind. 3
  • Installateure
  • 2–4 Wo.
  • prüfen

Quellen: Verbraucherzentrale Bayern, Bundesnetzagentur, Fraunhofer ISE · Typischer Ablauf im Münchner Umland · Stand: April 2026

So sieht PV in den einzelnen Gemeinden aus

Dachau (Große Kreisstadt)
~49.000 EW · Kreisstadt · PLZ 85221

Im Zentrum: Altstadt mit Denkmalschutz (Schloss Dachau, historische Altstadt). In den Wohngebieten Dachau-Süd, Dachau-Ost und Udlding: Satteldächer der 1960er–1990er, ideale PV-Kandidaten. Stadtwerke Dachau als alternativer Netzanbieter und Energieberater.

Karlsfeld
~21.400 EW · Münchner Speckgürtel · PLZ 85757

Dichteste Bebauung im Landkreis, viel Geschosswohnungsbau. Aber: Zahlreiche Reihenhaussiedlungen mit geeigneten Dachflächen für 6–8 kWp. S2-Halt, klassischer Pendlerort – Wallbox-PV-Kombination besonders attraktiv.

Markt Indersdorf
~10.800 EW · PLZ 85229

Wachsende Marktgemeinde mit Neubaugebieten. Kloster Indersdorf als Denkmal. Im ländlichen Umland große Dachflächen. Achtung: Mögliche Netzengpässe im Ortsnetz – Batteriespeicher empfehlenswert.

Altomünster (Markt)
~8.000 EW · PLZ 85250

Nördlichste und ländlichste Gemeinde. S2-Endstation. Kloster Altomünster (seit 2017 aufgelöst) mit Denkmalschutz. Große landwirtschaftliche Dachflächen. Netzengpässe in Außenbereichen – Speicher dringend empfohlen.

Petershausen
~7.700 EW · PLZ 85238

S2-Halt, wachsende Pendlergemeinde. Bekanntes Netzengpass-Gebiet – die Einspeisekapazität ist begrenzt. Neue Schaltanlagen und das Umspannwerk Oberbachern sollen bis 2028 Abhilfe schaffen. Bis dahin: Speicher ist hier praktisch Pflicht.

Haimhausen
~5.800 EW · Ampertal · PLZ 85778

Ampertal-Gemeinde mit leicht geringerer Globalstrahlung durch die Tallage. Gehobene Wohnlage mit Villen und Einfamilienhäusern. Gute Eignung für PV, keine Netzengpässe bekannt.

Weitere Gemeinden im Überblick

Bergkirchen (~8.200 EW) verbindet Gewerbegebiete mit ländlicher Wohnlage – auf den Satteldächern der Siedlungen am Ortsrand sind 8–12 kWp gut machbar. Erdweg (~5.600 EW) ist eine der ländlichsten Gemeinden mit hohem Eigenheimanteil und großen Dachflächen, ideal für PV-Anlagen über 10 kWp. In Hebertshausen (~5.600 EW) dominieren Einfamilienhäuser der 1970er–1990er Jahre – typische PV-Kandidaten, aber Zählerschrank-Ertüchtigung häufig nötig.

Hilgertshausen-Tandern (~4.200 EW) hat die höchste Globalstrahlung im Landkreis (1.168 kWh/m²/a) – die offene, leicht erhöhte Lage zahlt sich in überdurchschnittlichen Erträgen aus. Odelzhausen (~5.800 EW) an der A8 bietet gute Infrastruktur und wächst; Neubaugebiete planen PV oft direkt mit. Pfaffenhofen an der Glonn (~3.000 EW) ist die kleinste Gemeinde im Landkreis – ländlich, ruhig, mit großen Grundstücken und geringer Verschattung.

Röhrmoos (~6.300 EW) profitiert vom S2-Halt und ist ein klassischer Pendlerort – PV + Wallbox besonders attraktiv. Schwabhausen (~6.200 EW) erlebt durch den Erdkabel-Ausbau Kleinschwabhausen eine Verbesserung der Einspeisebedingungen. Sulzemoos (~4.300 EW), Vierkirchen (~5.100 EW) und Weichs (~4.200 EW) sind ruhige Wohngemeinden mit gutem PV-Potenzial und ohne bekannte Netzengpässe.

Bergkirchen~8.200 EW
Erdweg~5.600 EW
Hebertshausen~5.600 EW
Hilgertsh.-Tandern~4.200 EW
Odelzhausen~5.800 EW
Pfaffenhofen a.d.G.~3.000 EW
Röhrmoos~6.300 EW
Schwabhausen~6.200 EW
Sulzemoos~4.300 EW
Vierkirchen~5.100 EW
Weichs~4.200 EW

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Bürgerbeteiligung: Drei Energiegenossenschaften im Landkreis

Eine Besonderheit des Landkreises Dachau, die kein anderer Landkreis im Münchner Umland in dieser Vielfalt bietet: Drei aktive Bürgerenergiegenossenschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

BürgerStrom Dachau eG
Wind + Solar · Einstieg ab 100 €

Beteiligung am Welshofener Windrad (versorgt 1.500+ Haushalte), Bürger-Windrad Kammerberg und Bürger-Solarpark Paunzhausen. PV auf Dachflächen in Planung.

Bürgerenergie Dachauer Land eG
Altomünster · Markt Indersdorf · Hilgertshausen-Tandern

Gegründet 2023, aktuell in der Aufbauphase. Bietet Balkon-PV zum Festpreis an. Kooperation mit BEG Freisinger Land für regionalen Strombezug.

BürgerEnergie HaPeVi eG
Haimhausen · Petershausen · Vierkirchen

Seit 2014 aktiv: Freifeld-PV bei Buxheim, PV auf der VR-Bank Petershausen (50+ kWp), Mieterstrom-PV in Dachau (51,5 kWp, 22 Wohnungen). Mitfinanzierung des Bürgerwindparks Hohenkammer – 0,5 Mio. € Eigenkapital in drei Tagen eingeworben.

Stadtwerke Dachau: „Sonnenkraft für Dachau“

Die Stadtwerke Dachau betreiben 17 eigene PV-Anlagen mit einer Jahresproduktion von über 1,7 Mio. kWh – das versorgt rund 500 Haushalte. Seit April 2024 ist der Solarpark Etzenhauen in Betrieb: 999 kWp, 1.700 Module auf 1,8 Hektar. Die Stadtwerke bieten außerdem einen PV-Ratgeber mit Erst-Check und Verweis auf das Solarkataster Dachau an. Auch Mieterstrom wird angeboten – relevant für Mehrfamilienhäuser in Dachau und Karlsfeld.

PV-Ausbau im Landkreis Dachau

PV-Zubau im Landkreis Dachau 2015–2025 – installierte Leistung stieg von 55 MWp auf 165 MWp
PV-Ausbau im Landkreis Dachau: Die installierte Leistung hat sich seit 2015 verdreifacht. Daten: MaStR, LRA Dachau.
Tabellenansicht

Kumulierte installierte PV-Leistung und jährlicher Zubau im Landkreis Dachau, 2015–2025. Daten: Marktstammdatenregister (MaStR), LRA Dachau. Stand April 2026.

  • PV-Ausbau im Landkreis Dachau
  • Installierte PV-Leistung (kumuliert) und jährlicher Zubau · Daten: MaStR, LRA Dachau
  • MWp kumuliert
  • MWp Zubau/Jahr
  • 55 MW
  • 165 MW
  • 0 % MwSt. ab ’23
  • +200 %
  • seit 2015
  • 2025: 1.913 Anlagen
  • 26,6 MWp Zubau
  • Installierte Leistung kumuliert (MWp)

Quellen: Marktstammdatenregister (BNetzA), LRA Dachau, Klima3 Klimaagentur · 5.000+ Anlagen im LK · Stand: April 2026

Der Landkreis hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt: Im Energienutzungsplan 2024 wurde das Ziel formuliert, bis 2035 mindestens 65 % des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. 2025 wurden 1.913 neue PV-Anlagen mit insgesamt 26,6 MWp installiert – ein Rekordwert. Die Gesamtleistung liegt jetzt bei rund 165 MWp aus über 5.000 Anlagen. Das Solarpotenzial Ihres Dachs können Sie im Energie-Atlas Bayern prüfen. Dennoch sind erst rund 15 % der geeigneten Dachflächen belegt – das Potenzial ist enorm.

Dachflächen-Nutzung für PV~15 %
Zubau 202526,6 MWp
Potenzial durch Dach-PVbis 65 %

Häufige Fragen

1.300–1.450 €/kWp je nach Dachtyp (Satteldach ca. 1.300, Walmdach ca. 1.450 €/kWp). 10-kWp-Anlage: ca. 13.000–14.500 € schlüsselfertig, ohne MwSt. Speicher 10 kWh (~550 €/kWh): ca. +5.500 €. Gesamt PV + Speicher: ca. 18.500 €.

Bayernwerk Netz GmbH für die meisten Gemeinden. In der Stadt Dachau teilweise Stadtwerke Dachau (08131/5655-0). Anmeldung: bayernwerk-netz.de.

In Petershausen, Altomünster und Markt Indersdorf kann die Einspeiseleistung zeitweise begrenzt werden. Ein Batteriespeicher löst das Problem, indem er Spitzen abfängt und den Eigenverbrauch erhöht. Der Netzausbau (Umspannwerk Oberbachern) ist bis 2028 geplant.

Nein (Art. 57 BayBO). Ausnahme: Denkmalschutz (Altstadt Dachau, Kloster Altomünster). Seit EEG 2023 genießt Solar Vorrang bei der Schutzgüterabwägung. Kontakt: LRA Dachau, 08131/74-0.

Im Landkreis besonders: Hohe Pendlerquote (S2 München), viele Gasheizungen vor dem Austausch, große Dachflächen. Gesamtinvestition ca. 20.000–22.000 €, Amortisation ca. 6,3 Jahre.

Das bayerische PV-Speicher-Programm ist seit April 2022 ausgesetzt. Kommunale Förderung: bei der jeweiligen Gemeinde erfragen. Auf Bundesebene: 0 % MwSt., ESt-Befreiung bis 30 kWp, KfW-Kredit 270. LRA Dachau Klimaschutz: 08131/74-1940.

Standardmäßig nein: Der NA-Schutz trennt die Anlage bei Netzausfall. Für eine Notstromversorgung benötigen Sie einen notstromfähigen Wechselrichter mit Backup-Funktion. Mehrkosten: ca. 500–1.500 €.

Teileinspeisung: ca. 7,78 ct/kWh bis 10 kWp, ca. 6,73 ct/kWh für 10–40 kWp (Stand April 2026). 20 Jahre garantiert bei Inbetriebnahme bis voraussichtlich Ende 2026. Ab 2027 plant die Bundesregierung den Wegfall der festen Vergütung. Das Solarspitzengesetz reduziert die Einspeiseerlöse bei negativen Börsenstrompreisen um ca. 5 %.

Bei Bestandsgebäuden können anfallen: Zählerschrank-Ertüchtigung (1.500–3.000 €), Statik-Gutachten (300–500 €), Gerüst bei Walmdächern (500–1.500 €), und bei Asbest-Dächern eine Komplettsanierung (ab 15.000 €). Seriöse Installateure weisen darauf transparent hin.

Im Landkreis Dachau aktuell 2 bis 4 Monate. Die Montage dauert 1–3 Tage, aber Installateur-Wartezeit und Bayernwerk-Netzanmeldung (6–12 Wochen) kommen dazu. In Netzengpass-Gemeinden kann die Netzverträglichkeitsprüfung zusätzliche Zeit beanspruchen.

Ein Speicher ist generell empfehlenswert (erhöht den Eigenverbrauch von 35 % auf 65 %). In den Netzengpass-Gemeinden Petershausen, Altomünster und Markt Indersdorf ist er praktisch Pflicht, da ohne Speicher Einspeiseverluste durch Netzabregelung drohen.

Ja, Sie sind verpflichtet, Ihre Wohngebäudeversicherung über die PV-Anlage zu informieren. Viele Policen decken PV kostenfrei mit ab. Eine separate PV-Versicherung (ca. 50–100 €/Jahr) deckt zusätzlich Ertragsausfall, Diebstahl und technische Defekte.

Die Anlage produziert weiter – Module halten 25–30 Jahre und mehr. Nach Auslaufen der EEG-Vergütung können Sie den Überschussstrom zum Marktwert einspeisen (aktuell 3–7 ct/kWh). Die Wirtschaftlichkeit basiert dann auf dem Eigenverbrauch – der zu diesem Zeitpunkt längst kostenlos ist.

Ein Balkonkraftwerk (bis 800 W / 2 kWp) ist eine sinnvolle Option für Mieter oder Eigentümer, die keine Dachanlage installieren können. Ersparnis: ca. 100–200 €/a, Kosten: 400–900 €. Im Landkreis Dachau verfahrensfrei, nur MaStR-Registrierung nötig.

PV-Anlagen sind wartungsarm. Sichtprüfung jährlich, professionelle Wartung alle 3–4 Jahre (ca. 150–250 €). Wechselrichter-Tausch nach ca. 12–15 Jahren: 1.500–2.500 €. Gesamtkosten über 25 Jahre: ca. 3.000–5.000 €.

Aktualitätshinweis: Dieser Artikel wird quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Förderinformationen, Einspeisevergütungssätze und Kostenangaben entsprechen dem Stand April 2026. Sollten sich zwischenzeitlich Änderungen ergeben haben, informieren Sie sich bitte zusätzlich beim Landratsamt Dachau oder der Bundesnetzagentur. Letzte Prüfung: 20.04.2026 (Review lokaler Projekt- und Kontaktdaten nach Rückmeldung LRA Fürstenfeldbruck – keine Abweichungen im Dachau-Artikel gefunden).
Wichtige Hinweise: Die Installation einer PV-Anlage muss durch einen eingetragenen Elektro-Fachbetrieb erfolgen (Niederspannungsanschlussverordnung). Arbeiten an der Hausinstallation dürfen nicht in Eigenleistung durchgeführt werden. Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Energieberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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