EPEX-Spot Börsenpreis-Dashboard: Strompreis aktuell (Live)

Marco A.5 Min. Lesezeit

Eine Photovoltaikanlage senkt die Energiekosten eines Durchschnittshaushalts (4.500 kWh/Jahr) über 25 Jahre um 25.000 bis 45.000 Euro — abhängig von Anlagengröße, Eigenverbrauchsquote und Strompreisentwicklung. Die entscheidende Variable ist der Eigenverbrauch: Jede selbst verbrauchte kWh spart den vollen Netzstrombezugspreis (aktuell 0,34 Euro/kWh), während eingespeister Strom nur 7,79 ct/kWh (Stand: Februar 2026, Teileinspeisung ≤ 10 kWp) bringt. Dieser Rechner vergleicht Ihre Gesamtenergiekosten in verschiedenen Szenarien — mit Speicher, Wärmepumpe, E-Auto oder als reines PV-System.

Ihre Energiekosten über 25 Jahre: Mit und ohne PV-Anlage

Geben Sie Ihren aktuellen Stromverbrauch, Ihre PV-Anlagengröße und optionale Verbraucher (Speicher, Wärmepumpe, E-Auto) ein. Der Rechner simuliert die Kostenkurven über 25 Jahre — inklusive Strompreissteigerung, Degradation der Module und sinkender Einspeisevergütung.

Der Rechner verwendet aktuelle Marktdaten (BNetzA, BDEW Q1/2026), eine konservative Strompreissteigerung von 3 % p.a. und eine jährliche Moduldegradation von 0,4 % (Herstellergarantie-Standard). Die Ergebnisse sind Schätzungen — die tatsächliche Entwicklung hängt von der Strompreisentwicklung und Ihrem individuellen Verbrauchsprofil ab.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage 2026?

Bei aktuellen Anlagenpreisen (ca. 1.200 Euro/kWp installiert, Nullsteuersatz) und einem Strompreis von 0,34 Euro/kWh liegt die Amortisationszeit einer 10-kWp-Anlage ohne Speicher bei 8 bis 11 Jahren. Mit Speicher verlängert sich die Amortisation auf 11 bis 15 Jahre — dafür steigt die Eigenverbrauchsquote von typisch 30 % auf 60–70 %, was die jährliche Ersparnis nach dem Break-even deutlich erhöht.

Warum die Schere zwischen den Kurven immer weiter aufgeht

Der Kostenunterschied zwischen „mit“ und „ohne Solar“ wächst nicht linear, sondern beschleunigt. Das hat zwei Gründe: Erstens wirken steigende Energiepreise kumulativ — bei 3 % jährlicher Strompreissteigerung kostet die Kilowattstunde nach 20 Jahren nicht mehr 34 Cent, sondern rund 61 Cent. Ihr Eigenverbrauch aus der PV-Anlage bleibt dagegen kostenlos. Zweitens hat PV-Strom keine Grenzkosten: Nach der Anschaffung fallen nur minimale Betriebskosten an (Wartung ca. 100 Euro/Jahr, Versicherung ca. 75 Euro/Jahr).

Annahmen und Grenzen der Modellrechnung — transparent erklärt

Diese Vereinfachungen sollten Sie kennen: Das Modell rechnet mit 3.200 kWh Eigenverbrauch pro Jahr (bei 10 kWp + 10 kWh Speicher). Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typisch bei 25 bis 35 %, mit Speicher bei 60 bis 70 %. Die Einspeisevergütung beträgt 7,79 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp (Stand: Februar 2026, Teileinspeisung ≤ 10 kWp). PV-Module verlieren etwa 0,3 bis 0,5 % Leistung pro Jahr (Degradation). Nicht enthalten: Wartungskosten, Wechselrichter-Austausch und mögliche Reparaturen (schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Euro über 20 Jahre). Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG), die Umsatzsteuer auf Kauf und Installation beträgt 0 %.

Was Sie für die PV-Wirtschaftlichkeit zusätzlich brauchen

Shelly Plug S (Energiekostenmessgerät)* — Misst den Verbrauch einzelner Geräte auf die Wattstunde genau. So identifizieren Sie Stromfresser und optimieren Ihren Eigenverbrauch. Ab ca. 20 Euro, Stand April 2026.

Shelly Pro 3EM (PV-Monitoring)* — Zeigt Erzeugung, Verbrauch und Einspeisung in Echtzeit an. Nützlich, um das Verbrauchsverhalten an die Solarproduktion anzupassen. Ab ca. 130 Euro, Stand April 2026.

Fachbuch „Photovoltaik-Eigenverbrauch erhöhen“ (Schwarzburger, VDE Verlag)* — Praxisleitfaden zur Eigenverbrauchsoptimierung mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto. Herstellerunabhängig und fundiert.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision — für Sie entstehen keine Mehrkosten.

Weiterführende Tools und Ratgeber

Häufige Fragen zum Energiekosten-Vergleich

Wie viel Strom spart eine PV-Anlage pro Jahr?
Eine 10-kWp-Anlage in Deutschland erzeugt 9.000 bis 11.000 kWh pro Jahr. Bei einer Eigenverbrauchsquote von 30 % (ohne Speicher) sparen Sie 900 bis 1.000 Euro Stromkosten jährlich. Mit Speicher (60–70 % Eigenverbrauch) steigt die Ersparnis auf 1.600 bis 2.300 Euro.
Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Eigenverbrauch?
Die reine Volleinspeisung mit 12,9 ct/kWh (bis 10 kWp, ab Feb. 2025) deckt bei aktuellen Anlagenpreisen gerade die Investitionskosten über 20 Jahre — eine attraktive Rendite ergibt sich erst mit Eigenverbrauch. Deshalb empfehlen wir: Anlage auf Eigenverbrauch optimieren, Überschuss einspeisen.
Wie entwickeln sich die Strompreise in den nächsten Jahren?
Die meisten Energiemarkt-Analysten (IER, Agora Energiewende) rechnen mit einer jährlichen Steigerung von 2–4 %. Unser Rechner verwendet konservative 3 % p.a. — das entspricht dem historischen Durchschnitt der letzten 20 Jahre in Deutschland. Jede Preissteigerung verbessert die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage.
Welche Rolle spielt der Speicher bei der Wirtschaftlichkeit?
Ein 10-kWh-Speicher kostet ca. 5.000 bis 6.000 Euro und erhöht den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 70 %. Bei 34 ct/kWh und 3.200 kWh zusätzlichem Eigenverbrauch spart er rund 960 Euro pro Jahr — amortisiert sich also in 5 bis 7 Jahren.
Was passiert nach 20 Jahren Einspeiseverguetung?
Nach Ablauf der EEG-Vergütung können Sie den Strom weiterhin einspeisen (zum Marktwert, derzeit 3 bis 5 ct/kWh) oder den Eigenverbrauch maximieren. Da die Anlage abbezahlt ist, produziert sie praktisch kostenlos Strom — nur Wartung und ggf. ein Wechselrichter-Tausch fallen an.
Muss ich die PV-Anlage versteuern?
Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG). Auch die Umsatzsteuer auf Kauf und Installation beträgt 0 %. Für die meisten Privathaushalte entfällt damit der steuerliche Aufwand vollständig.

Den vollständigen Überblick über Technik, Kosten und Anbietervergleich finden Sie in unserem Photovoltaik-Leitfaden 2026.

Diese Berechnung dient der unverbindlichen Orientierung. Tatsächliche Werte können abweichen. Keine Haftung für die Richtigkeit.
Autor

Marco A.

Technik-Redakteur bei Elektronik-Zeit. Spezialisiert auf Ladetechnik, Photovoltaik und Energiespeicher.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde von Marco A. mit Unterstützung von KI-Werkzeugen recherchiert und verfasst. Alle Inhalte sind redaktionell geprüft.