Eine Photovoltaikanlage senkt die Energiekosten eines Durchschnittshaushalts (4.500 kWh/Jahr) über 25 Jahre um 25.000 bis 45.000 Euro — abhängig von Anlagengröße, Eigenverbrauchsquote und Strompreisentwicklung. Die entscheidende Variable ist der Eigenverbrauch: Jede selbst verbrauchte kWh spart den vollen Netzstrombezugspreis (aktuell 0,34 Euro/kWh), während eingespeister Strom nur 7,79 ct/kWh (Stand: Februar 2026, Teileinspeisung ≤ 10 kWp) bringt. Dieser Rechner vergleicht Ihre Gesamtenergiekosten in verschiedenen Szenarien — mit Speicher, Wärmepumpe, E-Auto oder als reines PV-System.
Ihre Energiekosten über 25 Jahre: Mit und ohne PV-Anlage
Geben Sie Ihren aktuellen Stromverbrauch, Ihre PV-Anlagengröße und optionale Verbraucher (Speicher, Wärmepumpe, E-Auto) ein. Der Rechner simuliert die Kostenkurven über 25 Jahre — inklusive Strompreissteigerung, Degradation der Module und sinkender Einspeisevergütung.
Der Rechner verwendet aktuelle Marktdaten (BNetzA, BDEW Q1/2026), eine konservative Strompreissteigerung von 3 % p.a. und eine jährliche Moduldegradation von 0,4 % (Herstellergarantie-Standard). Die Ergebnisse sind Schätzungen — die tatsächliche Entwicklung hängt von der Strompreisentwicklung und Ihrem individuellen Verbrauchsprofil ab.
Wann amortisiert sich eine PV-Anlage 2026?
Bei aktuellen Anlagenpreisen (ca. 1.200 Euro/kWp installiert, Nullsteuersatz) und einem Strompreis von 0,34 Euro/kWh liegt die Amortisationszeit einer 10-kWp-Anlage ohne Speicher bei 8 bis 11 Jahren. Mit Speicher verlängert sich die Amortisation auf 11 bis 15 Jahre — dafür steigt die Eigenverbrauchsquote von typisch 30 % auf 60–70 %, was die jährliche Ersparnis nach dem Break-even deutlich erhöht.
Warum die Schere zwischen den Kurven immer weiter aufgeht
Der Kostenunterschied zwischen „mit“ und „ohne Solar“ wächst nicht linear, sondern beschleunigt. Das hat zwei Gründe: Erstens wirken steigende Energiepreise kumulativ — bei 3 % jährlicher Strompreissteigerung kostet die Kilowattstunde nach 20 Jahren nicht mehr 34 Cent, sondern rund 61 Cent. Ihr Eigenverbrauch aus der PV-Anlage bleibt dagegen kostenlos. Zweitens hat PV-Strom keine Grenzkosten: Nach der Anschaffung fallen nur minimale Betriebskosten an (Wartung ca. 100 Euro/Jahr, Versicherung ca. 75 Euro/Jahr).
Annahmen und Grenzen der Modellrechnung — transparent erklärt
Diese Vereinfachungen sollten Sie kennen: Das Modell rechnet mit 3.200 kWh Eigenverbrauch pro Jahr (bei 10 kWp + 10 kWh Speicher). Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typisch bei 25 bis 35 %, mit Speicher bei 60 bis 70 %. Die Einspeisevergütung beträgt 7,79 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp (Stand: Februar 2026, Teileinspeisung ≤ 10 kWp). PV-Module verlieren etwa 0,3 bis 0,5 % Leistung pro Jahr (Degradation). Nicht enthalten: Wartungskosten, Wechselrichter-Austausch und mögliche Reparaturen (schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Euro über 20 Jahre). Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG), die Umsatzsteuer auf Kauf und Installation beträgt 0 %.
Was Sie für die PV-Wirtschaftlichkeit zusätzlich brauchen
Shelly Plug S (Energiekostenmessgerät)* — Misst den Verbrauch einzelner Geräte auf die Wattstunde genau. So identifizieren Sie Stromfresser und optimieren Ihren Eigenverbrauch. Ab ca. 20 Euro, Stand April 2026.
Shelly Pro 3EM (PV-Monitoring)* — Zeigt Erzeugung, Verbrauch und Einspeisung in Echtzeit an. Nützlich, um das Verbrauchsverhalten an die Solarproduktion anzupassen. Ab ca. 130 Euro, Stand April 2026.
Fachbuch „Photovoltaik-Eigenverbrauch erhöhen“ (Schwarzburger, VDE Verlag)* — Praxisleitfaden zur Eigenverbrauchsoptimierung mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto. Herstellerunabhängig und fundiert.
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Häufige Fragen zum Energiekosten-Vergleich
Wie viel Strom spart eine PV-Anlage pro Jahr?
Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Eigenverbrauch?
Wie entwickeln sich die Strompreise in den nächsten Jahren?
Welche Rolle spielt der Speicher bei der Wirtschaftlichkeit?
Was passiert nach 20 Jahren Einspeiseverguetung?
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