Datengrafik · Wärmepumpe
Was die JAZ einer Wärmepumpe wirklich bedeutet
Die Jahresarbeitszahl ist die wichtigste Kennzahl einer Wärmepumpe – und sie hängt stark vom Haus ab. Die Grafik macht es greifbar. Frei zur Weiterverwendung.
Was die Grafik zeigt
Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, ist die wichtigste Kennzahl einer Wärmepumpe – sie entscheidet über Stromverbrauch und Heizkosten. Sie beantwortet eine einfache Frage: Wie viel Wärme bekomme ich aus einer Kilowattstunde Strom?
Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom macht die Wärmepumpe 4 kWh Wärme – der Rest kommt gratis aus der Umweltwärme. Entscheidend ist: Die JAZ hängt stark vom Gebäude ab. Im gut gedämmten Neubau mit Flächenheizung erreicht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 4,6, im sanierten Altbau etwa 3,2 – im unsanierten Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen sinkt sie auf etwa 2,0. Bei JAZ 2,0 verdoppelt sich der Stromverbrauch gegenüber JAZ 4,0 bei gleichem Wärmebedarf.
Wichtig zur Einordnung: Zwei Punkte führen oft zu falschen Erwartungen. Erstens darf man die JAZ nicht mit dem COP verwechseln: Der COP ist ein Laborwert unter Idealbedingungen und wird von Herstellern gern beworben (bis 5,4). Die JAZ dagegen ist der reale Jahreswert im konkreten Haus – meist 3,5 bis 4,2. Zweitens ist die JAZ kein fester Gerätewert: Dieselbe Wärmepumpe erreicht in zwei verschiedenen Häusern völlig unterschiedliche Zahlen. Wer die JAZ verbessern will, senkt die Vorlauftemperatur, dämmt und sorgt für einen hydraulischen Abgleich. Der Förder-Mindestwert nach dem Gebäudeenergiegesetz liegt bei JAZ 3,0.