V2L, V2H, V2G – die drei Spielarten des bidirektionalen Ladens

Marco Amato3 Min. Lesezeit

Datengrafik · Bidirektionales Laden

V2L, V2H, V2G – die drei Spielarten des bidirektionalen Ladens

Drei Abkürzungen, drei sehr verschiedene Dinge. Die Übersicht zeigt, wo der Strom hinfließt und was das praktisch bedeutet. Frei zur Weiterverwendung.

Bidirektionales Laden: V2L, V2H und V2G im Vergleich
Grundprinzipien · Stand Mai 2026
Kriterium V2LVehicle-to-Load V2HVehicle-to-Home V2GVehicle-to-Grid
Strom fließt wohin? an einzelne Geräte (230-V-Steckdose) ins eigene Hausnetz ins öffentliche Stromnetz
Technischer Aufwand gering — Adapter genügt mittel — bidirektionale Wallbox nötig hoch — Wallbox, Messkonzept, Zertifizierung
Netzbetreiber beteiligt? nein nein (reine Eigennutzung) ja — Anmeldung als Erzeugungsanlage
Anmeldung keine vereinfacht (bis 11 kW) vollständig beim Netzbetreiber
Typischer Nutzen Strom unterwegs — Camping, Baustelle PV-Strom zwischenspeichern, Eigenverbrauch erhöhen Netzdienste, Lastspitzen ausgleichen
Für Privathaushalte nützliches Nebenfeature der praktische Anwendungsfall bislang selten wirtschaftlich
Quelle: VDE-AR-N 4105:2026-03 · EnWG · elektronik-zeit.de elektronik-zeit.de · CC BY 4.0
Lesehilfe: Dargestellt sind die Grundprinzipien. Welche Fahrzeuge und Wallboxen welche Variante konkret unterstützen, ändert sich laufend.

Was die Übersicht zeigt

Beim bidirektionalen Laden gibt ein Elektroauto Strom aus seiner Batterie wieder ab. Wohin dieser Strom fließt, unterscheidet die drei Varianten – und das ist der ganze Punkt. V2L speist einzelne Geräte über eine normale Steckdose: praktisch beim Camping, aber kein Ersatz für einen Speicher.

V2H ist für die meisten Haushalte der eigentlich relevante Fall. Das Auto versorgt das eigene Hausnetz – typischerweise, um tagsüber erzeugten PV-Strom abends zu nutzen. Entscheidend: Es ist kein Netzbetreiber beteiligt, weil der Strom das Grundstück nicht verlässt. Die Anmeldung ist entsprechend schlank.

V2G speist ins öffentliche Netz und kann damit Netzdienste leisten. Das ist technisch und regulatorisch der aufwändigste Weg – es braucht ein Messkonzept und die Anmeldung als Erzeugungsanlage. Wichtig zur Einordnung: Die Grundprinzipien in dieser Übersicht sind stabil. Welche konkreten Fahrzeuge und Wallboxen welche Variante beherrschen und wie sich die Förderlage entwickelt, ändert sich dagegen schnell – dafür lohnt der Blick in einen laufend aktualisierten Ratgeber.

Grafik verwenden

Auf der eigenen Website einbetten

Code kopieren und einfügen. Die Namensnennung mit Link ist bereits enthalten und nach der Lizenz Pflicht.

Lizenz CC BY 4.0. Verwendung kostenlos für private und gewerbliche Zwecke, auch verändert, solange elektronik-zeit.de als Quelle mit Link genannt wird.
Grundlage VDE-AR-N 4105:2026-03 (technischer Rahmen für bidirektionales Laden); EnWG-Regelungen zur Speicherbehandlung; vereinfachte Anmeldung für V2H bis 11 kW seit Januar 2026. Aufbereitung: elektronik-zeit.de.
Stand Mai 2026
Mehr dazu Ausführlicher Ratgeber: Bidirektionales Laden – V2G, V2H, V2L erklärt