Datengrafik · Bidirektionales Laden
Schadet bidirektionales Laden der Autobatterie?
Die häufigste Sorge beim Thema V2H. Eine Studie der RWTH Aachen liefert Zahlen – und ein überraschendes Ergebnis. Frei zur Weiterverwendung.
Was die Grafik zeigt
„Macht V2H meinen teuren Autoakku kaputt?“ – das ist die häufigste Sorge beim bidirektionalen Laden. Eine Studie der RWTH Aachen gemeinsam mit The Mobility House hat das durchgerechnet und drei Ladestrategien über zehn Jahre simuliert.
Das Ergebnis ist beruhigend – und überraschend: Intelligentes, gesteuertes Laden schneidet am besten ab (rund 18 Prozent Kapazitätsverlust nach zehn Jahren). Kommt die bidirektionale Nutzung hinzu, steigt der Verlust auf etwa 21 Prozent – ein Aufschlag von rund drei Prozentpunkten. Die eigentliche Pointe: Ungesteuertes Sofort-Laden – einfach immer volladen – ist mit ebenfalls rund 21 Prozent genauso belastend wie intelligentes Laden plus V2G zusammen.
Wichtig zur Einordnung: Nicht das bidirektionale Laden ist der Stressfaktor für die Batterie, sondern fehlende Steuerung. Der V2G-Aufschlag von rund drei Prozentpunkten entspricht laut Studie je nach Zelltyp nur einem Verlust von 0,9 bis 3,1 Kilowattstunden – oder umgerechnet 6 bis 19 Kilometern Reichweite nach zehn Jahren. Wichtig ist das SoC-Fenster: Wer die Entladung im Bereich 20 bis 80 Prozent hält, bleibt im schonenden Arbeitsbereich. Dauerhafter Betrieb bei 100 oder unter 10 Prozent beschleunigt die Alterung deutlich stärker.