Datengrafik · Wärmepumpe
Heizkosten Wärmepumpe gegen Gas – und wie sich die Schere öffnet
Eine Wärmepumpe heizt schon heute günstiger als Gas. Entscheidend ist aber der Trend: Der CO₂-Preis verteuert Gas Jahr für Jahr. Frei zur Weiterverwendung.
Was die Grafik zeigt
Bei der Heizungsfrage hält sich eine Annahme hartnäckig: „Gas ist günstiger.“ Bei den reinen Betriebskosten stimmt das schon heute nicht mehr – und der Abstand wächst.
Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die jährlichen Heizkosten 2026 bei einer Wärmepumpe mit Wärmepumpenstromtarif bei rund 1.100 bis 1.500 Euro, bei einer Gasheizung bei etwa 1.900 bis 2.500 Euro. Entscheidend ist aber der Trend: Der CO₂-Preis steigt schrittweise und verteuert fossiles Heizen Jahr für Jahr. Prognosen sehen die Gasheizkosten bis 2035 auf rund 4.000 Euro klettern, während die Wärmepumpe nur moderat auf etwa 2.000 Euro steigt. Aus rund 900 Euro Kostenvorteil heute werden so voraussichtlich rund 2.000 Euro.
Wichtig zur Einordnung: Diese Grafik ist eine Momentaufnahme mit Prognose. Die Heizkosten hängen stark vom Einzelfall ab – Wärmebedarf, Dämmzustand, JAZ der Wärmepumpe, gewählter Stromtarif und der konkrete Gaspreis. Deshalb arbeitet die Grafik mit Spannbreiten, nicht mit Scheingenauigkeit. Die 2035-Werte sind Prognosen und keine Garantie – Energiepreise und der CO₂-Pfad können sich ändern. Sicher ist die Richtung: Solange der CO₂-Preis steigt, verschiebt sich der Kostenvorteil weiter zur Wärmepumpe. Nicht berücksichtigt sind hier die Anschaffungskosten und die Förderung – die gehören in eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung.