Heizkosten Wärmepumpe gegen Gas – und wie sich die Schere öffnet

Marco Amato3 Min. Lesezeit

Datengrafik · Wärmepumpe

Heizkosten Wärmepumpe gegen Gas – und wie sich die Schere öffnet

Eine Wärmepumpe heizt schon heute günstiger als Gas. Entscheidend ist aber der Trend: Der CO₂-Preis verteuert Gas Jahr für Jahr. Frei zur Weiterverwendung.

Jährliche Heizkosten: Wärmepumpe und Gas heute und 2035
typisches Einfamilienhaus · Richtwerte mit Spanne · Stand Mai 2026
Heizkostenvergleich Wärmepumpe gegen GasheizungInfografik zum Vergleich der jährlichen Heizkosten eines typischen Einfamilienhauses: 2026 heizt eine Wärmepumpe mit Wärmepumpenstromtarif für rund 1.100 bis 1.500 Euro, eine Gasheizung für rund 1.900 bis 2.500 Euro. Bis 2035 dürften die Gaskosten durch den steigenden CO₂-Preis auf rund 4.000 Euro klettern, während die Wärmepumpe nur moderat auf etwa 2.000 Euro steigt. 4.000 € 3.000 € 2.000 € 1.000 € 0 ~1.300 € ~2.200 € heute (2026) ~2.000 € ~4.000 € Prognose 2035 Wärmepumpe Gasheizung Die Schere öffnet sich: heute rund 900 € Vorsprung, 2035 voraussichtlich rund 2.000 €. Treiber ist der steigende CO₂-Preis, der nur fossile Heizungen verteuert.
Quelle: heimWatt, reduco, klimeo u. a. · Richtwerte Stand Mai 2026 elektronik-zeit.de · CC BY 4.0
Lesehilfe: Jährliche Heizkosten eines typischen Einfamilienhauses (rund 17.000–18.000 kWh Wärmebedarf). Werte sind gerundete Richtwerte mit Spanne – 2026 etwa 1.100–1.500 € (Wärmepumpe) und 1.900–2.500 € (Gas). Die 2035-Werte sind Prognosen.

Was die Grafik zeigt

Bei der Heizungsfrage hält sich eine Annahme hartnäckig: „Gas ist günstiger.“ Bei den reinen Betriebskosten stimmt das schon heute nicht mehr – und der Abstand wächst.

Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die jährlichen Heizkosten 2026 bei einer Wärmepumpe mit Wärmepumpenstromtarif bei rund 1.100 bis 1.500 Euro, bei einer Gasheizung bei etwa 1.900 bis 2.500 Euro. Entscheidend ist aber der Trend: Der CO₂-Preis steigt schrittweise und verteuert fossiles Heizen Jahr für Jahr. Prognosen sehen die Gasheizkosten bis 2035 auf rund 4.000 Euro klettern, während die Wärmepumpe nur moderat auf etwa 2.000 Euro steigt. Aus rund 900 Euro Kostenvorteil heute werden so voraussichtlich rund 2.000 Euro.

Wichtig zur Einordnung: Diese Grafik ist eine Momentaufnahme mit Prognose. Die Heizkosten hängen stark vom Einzelfall ab – Wärmebedarf, Dämmzustand, JAZ der Wärmepumpe, gewählter Stromtarif und der konkrete Gaspreis. Deshalb arbeitet die Grafik mit Spannbreiten, nicht mit Scheingenauigkeit. Die 2035-Werte sind Prognosen und keine Garantie – Energiepreise und der CO₂-Pfad können sich ändern. Sicher ist die Richtung: Solange der CO₂-Preis steigt, verschiebt sich der Kostenvorteil weiter zur Wärmepumpe. Nicht berücksichtigt sind hier die Anschaffungskosten und die Förderung – die gehören in eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung.

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Lizenz CC BY 4.0. Verwendung kostenlos für private und gewerbliche Zwecke, auch verändert, solange elektronik-zeit.de als Quelle mit Link genannt wird.
Datengrundlage Auswertung mehrerer Heizkostenvergleiche 2026 (u. a. heimWatt, reduco, klimeo). Typisches Einfamilienhaus, rund 17.000–18.000 kWh Wärmebedarf. Heizkosten 2026: Wärmepumpe ~1.100–1.500 €, Gas ~1.900–2.500 €. Prognose 2035 auf Basis des erwarteten CO₂-Preis-Pfads (55 €/t 2026, perspektivisch 100–150 €/t). Werte gerundet, mit Unsicherheit behaftet.
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