Datengrafik · Heimspeicher
Wie viel Strom verliert ein Heimspeicher? Die Verlustkette
Was in den Speicher fließt, kommt nicht vollständig wieder heraus. Die Grafik verfolgt 100 % Solarstrom durch jede Station. Frei zur Weiterverwendung.
Was die Grafik zeigt
Ein Heimspeicher gibt nicht jede gespeicherte Kilowattstunde wieder her. Auf dem Weg vom PV-Überschuss bis zur Steckdose durchläuft der Strom mehrere Stationen, und an jeder geht ein kleiner Teil als Wärme verloren. Die Summe dieser Verluste beschreibt der Round-Trip-Wirkungsgrad.
Die größten Posten entstehen bei der Strom-Umwandlung im Wechselrichter – einmal beim Laden (Wechselstrom zu Gleichstrom) und einmal beim Entladen (zurück zu Wechselstrom). Dazu kommen kleinere Verluste in der Batteriezelle selbst und durch den Standby-Verbrauch der Elektronik. Unterm Strich bleiben von 100 Prozent eingespeistem Solarstrom rund 85 Prozent nutzbar – aus 10 kWh werden etwa 8,5 kWh.
Wichtig zur Einordnung: Die Werte sind typische Richtwerte – reale Systeme streuen spürbar, je nach Bauart etwa zwischen rund 80 und über 90 Prozent. Ein wichtiger Faktor ist das Teillastverhalten: Wechselrichter arbeiten am effizientesten nahe ihrer Nennleistung, im Haushalt fließen aber oft nur wenige hundert Watt – dann sinkt der Wirkungsgrad. DC-gekoppelte Systeme sparen einen Umwandlungsschritt und liegen daher tendenziell etwas höher. Der Verlust ist kein Defekt, sondern Physik – er gehört in jede ehrliche Wirtschaftlichkeitsrechnung.