Statische oder dynamische Zuteilung – wie wird geteilter Strom verteilt?

Marco Amato3 Min. Lesezeit

Datengrafik · Energy Sharing

Statische oder dynamische Zuteilung – wie wird geteilter Strom verteilt?

Der Aufteilungsschlüssel entscheidet, wer wie viel Solarstrom bekommt. Das Beispiel zeigt beide Methoden an einer einzigen Viertelstunde. Frei zur Weiterverwendung.

Statische vs. dynamische Zuteilung — ein Viertelstunden-Beispiel
PV-Erzeugung 4 kWh, drei Verbraucher · Stand Mai 2026
Statische vs. dynamische Energiezuteilung beim Energy SharingVergleichsgrafik der zwei Zuteilungsmethoden beim Energy Sharing nach § 42c EnWG: statische Zuteilung mit festen Quoten und dynamische Zuteilung nach tatsächlichem Verbrauch, dargestellt an einem Viertelstunden-Beispiel. Ausgangslage · 12:00–12:15 Uhr PV-Anlage erzeugt 4,0 kWh · Verbraucher 1 nutzt 1,5 · V2 nutzt 0,5 · V3 nutzt 1,0 kWh (real) Statische Zuteilung feste Quoten: 40 % / 35 % / 25 % V1 1,60 V2 1,40 ab hier ungenutzt (real nur 0,5) V3 1,00 Eigenschaft Anteile stehen vorab fest — einfach und planbar. Wird jemandem mehr zugeteilt als er gerade braucht, geht der Rest ungenutzt ins Netz. Dynamische Zuteilung nach realem Verbrauch dieser 15 Min V1 braucht viel → bekommt viel 2,00 V2 0,67 V3 1,33 Eigenschaft Der Anteil folgt dem tatsächlichen Verbrauch. Höhere Eigenverbrauchs- quote, aber technisch und vertraglich aufwändiger abzubilden. Balkenlänge = zugeteilte Strommenge in kWh (Skala 0–2 kWh) In beiden Fällen gilt: Die Summe der zugeteilten Mengen entspricht der Erzeugung (hier 4 kWh). Übersteigt die Erzeugung den Community-Verbrauch, wird der Überschuss ins Netz eingespeist und regulär vergütet.
Quelle: § 42c EnWG · elektronik-zeit.de, Abrechnungsmodelle elektronik-zeit.de · CC BY 4.0
Lesehilfe: Vereinfachtes Rechenbeispiel für eine einzelne Viertelstunde. Die Quoten 40/35/25 % sind frei gewählte Beispielwerte.

Was die Grafik zeigt

Beim Energy Sharing legt der Aufteilungsschlüssel fest, welcher Teilnehmer welchen Anteil des erzeugten Stroms erhält. § 42c Abs. 3 EnWG verlangt, dass dieser Schlüssel im Vertrag zur gemeinsamen Nutzung geregelt ist – wie genau, lässt das Gesetz offen. In der Praxis haben sich zwei Grundformen herausgebildet.

Die statische Zuteilung arbeitet mit festen Quoten: Jeder Teilnehmer bekommt einen vorab vereinbarten Prozentsatz der Erzeugung – im Beispiel 40, 35 und 25 Prozent. Das ist einfach und planbar. Der Nachteil zeigt sich bei Verbraucher 2: Ihm werden 1,40 kWh zugeteilt, obwohl er in dieser Viertelstunde nur 0,5 kWh braucht. Der ungenutzte Teil wird ins Netz eingespeist.

Die dynamische Zuteilung richtet den Anteil nach dem tatsächlichen Verbrauch in genau dieser Viertelstunde aus. Wer mehr braucht, bekommt mehr. Das erhöht den gemeinsam genutzten Anteil, ist aber technisch und vertraglich aufwändiger. Wichtig zur Einordnung: Welche Methode möglich ist, hängt vom gewählten Abrechnungsdienstleister und der Plattform ab – beide Modelle sind nach § 42c EnWG zulässig.

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Lizenz CC BY 4.0. Verwendung kostenlos für private und gewerbliche Zwecke, auch verändert, solange elektronik-zeit.de als Quelle mit Link genannt wird.
Grundlage § 42c Abs. 3 EnWG (Aufteilungsschlüssel im Vertrag zur gemeinsamen Nutzung). Rechenbeispiel und Methodik: elektronik-zeit.de, Abrechnungsmodelle. Quoten frei gewählte Beispielwerte.
Stand Mai 2026