Datengrafik · Energy Sharing
Woraus besteht der Energy-Sharing-Preis – und warum ist die Ersparnis klein?
Viele erwarten von Energy Sharing deutlich günstigeren Strom. Die Aufschlüsselung zeigt, warum der Preisvorteil real, aber begrenzt ist. Frei zur Weiterverwendung.
Was die Grafik zeigt
Energy Sharing macht Strom günstiger. Ein Sharing-Teilnehmer zahlt für eine Neuanlage rund 28 ct/kWh, gegenüber dem BDEW-Durchschnitt von etwa 37 ct/kWh für Haushaltsstrom. Die Ersparnis liegt bei rund 9 ct/kWh.
Der Grund liegt im Aufbau des Preises: Nur der Sharing-Preis selbst ist frei verhandelbar. Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben fallen weiter an, weil der Strom physikalisch durch das öffentliche Netz fließt. In Österreich senken reduzierte Netzentgelte genau diesen Block – in Deutschland sieht § 42c EnWG das nicht vor.
Wichtig zur Einordnung: Die Zahlen sind Richtwerte für eine Neuanlage. Bei Post-EEG-Anlagen verschiebt sich die Rechnung deutlich zugunsten des Erzeugers, weil dessen Alternative – der Marktwert Solar – sehr niedrig ist. Energy Sharing ist also kein pauschales Sparmodell, sondern wirkt je nach Ausgangslage unterschiedlich stark.