Es gibt kein Kabel vom Dach zum Nachbarn. Energy Sharing läuft über das
öffentliche Netz – die Zuordnung passiert rechnerisch. Das Schema zeigt,
wie. Frei zur Weiterverwendung.
So funktioniert Energy Sharing nach § 42c EnWG
Schematische Darstellung des Grundprinzips · Stand Mai 2026
Quelle: § 42c EnWG · elektronik-zeit.deelektronik-zeit.de · CC BY 4.0
Lesehilfe: Schematische, nicht maßstäbliche Darstellung. Die Zahl der
Teilnehmer ist beispielhaft; reale Gemeinschaften können deutlich größer
sein.
Was die Grafik zeigt
Der häufigste Irrtum beim Energy Sharing: die Vorstellung, der Solarstrom
flösse über ein eigenes Kabel direkt zum Nachbarn. Das ist nicht der Fall.
Der Strom fließt physikalisch durch das öffentliche
Verteilnetz – wie jeder andere Strom auch.
Das Teilen passiert rechnerisch, nicht physikalisch. Die
Smart Meter aller Beteiligten messen Erzeugung und Verbrauch in
15-Minuten-Intervallen. Ein Zuordnungsschlüssel bestimmt dann, welcher
Anteil der erzeugten Strommenge welchem Teilnehmer gutgeschrieben wird.
Diese bilanzielle Zuordnung ist der Kern des Modells – und der Grund,
warum ein intelligentes Messsystem zwingend Voraussetzung ist.
Wichtig zur Einordnung: Weil der Strom das öffentliche
Netz nutzt, fallen Netzentgelte und netzbezogene Umlagen an. Genau das
unterscheidet Energy Sharing von der gemeinschaftlichen
Gebäudeversorgung, bei der der Strom das Gebäude nicht verlässt. Das
Schema zeigt das Prinzip – die genaue Wirtschaftlichkeit hängt vom
Einzelfall ab.