Datengrafik · Energy Sharing
Österreichs Energiegemeinschaften: von 1.170 auf 5.590 in zwei Jahren
Während Deutschland zum Marktstart bei null beginnt, zeigt der Nachbar, wie schnell Energiegemeinschaften wachsen können. Die Grafik dürfen Sie kostenlos weiterverwenden.
Was die Grafik zeigt
Österreich hat den Rechtsrahmen für Energiegemeinschaften 2021 geschaffen. Anfang 2024 waren rund 1.170 Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften in Betrieb, Ende 2025 bereits 5.590 – fast eine Verfünffachung in zwei Jahren. Hinzu kommen rund 1.000 Bürgerenergiegemeinschaften und etwa 5.000 gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen.
Der entscheidende Unterschied zu Deutschland liegt im wirtschaftlichen Anreiz: In Österreich profitieren Energiegemeinschaften je nach Netzebene von reduzierten Netzentgelten – lokal bis zu rund 57 Prozent Nachlass auf das Netznutzungsentgelt. Diese Förderkomponente macht das Modell auch für kleine Gemeinschaften rechenbar.
Wichtig zur Einordnung: Die Zahlen sind nicht eins-zu-eins auf Deutschland übertragbar. Österreich startete früher, hat einen weitgehend abgeschlossenen Smart-Meter-Rollout und eben jene reduzierten Netzentgelte, die das deutsche Modell nach § 42c EnWG nicht vorsieht. Die Kurve zeigt das Wachstumspotenzial – nicht die automatische Prognose für den deutschen Markt.