NOCO Ladegerät: Die GENIUS-Serie 2026 im Vergleich

Marco Amato14 Min. Lesezeit

Ein Ladegerät von NOCO unterscheidet sich in drei Punkten von der europäischen Konkurrenz: Der Force-Modus kann komplett tiefentladene Batterien ab 0 V wieder zum Leben erwecken, der Lithium-Modus ist in der gesamten GENIUS-Reihe ab dem 1-A-Modell verfügbar, und das Spark-Proof-Design verhindert Funken beim Anschließen selbst bei verpolten Klemmen. NOCO wurde 1914 in Cleveland, Ohio, gegründet und ist seit den späten 2010er Jahren auch in Europa mit einer eigenen EU-Geräteserie (CE-zertifiziert, mit Schuko-Netzstecker) präsent. Dieser Ratgeber ordnet die neun aktuellen NOCO-GENIUS-Modelle ein, gibt eine Entscheidungsmatrix für den Gerätekauf, vergleicht NOCO mit CTEK und Bosch und zeigt, für welche Nutzer welches Gerät sinnvoll ist.

Die drei NOCO-USPs auf einen Blick:

  • Force-Modus zum Laden tiefentladener Batterien ab 0 V – in dieser Form nur bei NOCO
  • Lithium-Modus (LiFePO4) über die gesamte GENIUS-Serie – ab GENIUS1 (1 A, 30 €) bis GENIUSPRO50 (50 A)
  • Spark-Proof und Verpolungsschutz: keine Funken bei Anschluss, auch bei Klemmen-Verwechslung

Dazu kommen 5 Jahre Herstellergarantie auf alle GENIUS-Battery-Charger, IP65/IP66 je nach Modell und der kompakte Formfaktor: ein GENIUS1 wiegt nur 272 g.

Autor: Marco Amato (B.Eng. Mechatronik/Elektrotechnik) · Zuletzt aktualisiert: · Lesedauer: ca. 13 Min.

Dieser Marken-Hub ist ein technischer Überblick, keine Einzel-Bewertung. Meine Langzeit-Hands-on-Erfahrung stammt aus dem NOCO GENIUS 5 EU und dem GENIUS 10 EU – beide seit über einem Jahr im regelmäßigen Einsatz an PKW-, Wohnmobil- und LiFePO4-Batterien. Die Modelle GENIUS1, GENIUS2, GENIUS2D, GENIUS2X2/2X4, GENIUSPRO25 und GENIUSPRO50 habe ich auf Basis der offiziellen NOCO-Bedienungsanleitungen und Hersteller-Datenblätter technisch bewertet – ohne eigenen Praxiseinsatz. Die separaten Boost-Starthilfegeräte (z. B. GB30, GB40) sind eine eigene Produktlinie und nicht Teil dieses Hubs.

NOCO: Die amerikanische Batterie-Spezialistin im Fakten-Check

Die NOCO Company wurde 1914 in Cleveland, Ohio, als Hersteller von Pol-Reinigungszubehör für Blei-Batterien gegründet und ist seitdem im Besitz derselben Familie. Der Markenkern liegt im Batterie-Zubehör: Klemmen, Schutzkappen, Starthilfegeräte (Boost-Serie) und seit den frühen 2010er-Jahren die mikroprozessorgesteuerten GENIUS-Ladegeräte. Für den europäischen Markt gibt es eine eigene Produktvariante mit CE-Zertifizierung und Schuko-Netzstecker – erkennbar am Zusatz „EU“ hinter der Modellbezeichnung (z. B. GENIUS5 EU).

Anders als CTEK (Schweden, spezialisiert auf 12-V-Ladekennlinie) oder Bosch (Kfz-Zulieferer, Ladegeräte als Teil des Aftermarket-Portfolios) ist NOCO ein Batterie-Spezialist im engeren Sinne: Das Unternehmen baut Ladegeräte, Starthilfegeräte und Zubehör für Blei-Säure-, AGM-, EFB- und LiFePO4-Batterien, aber keine Starterbatterien selbst, keine Wechselrichter und keine Solarmodule. Die Produktion läuft in China nach NOCO-Spezifikation; das Engineering erfolgt in Cleveland.

Die NOCO-Technologie: Force-Modus, Lithium-Profil, Spark-Proof

Drei technische Eigenschaften heben NOCO-Ladegeräte vom Markt ab:

Der Force-Modus: Laden ab 0 V

Ein normales Ladegerät (CTEK, Bosch und die meisten anderen Marken) verlangt eine Mindestspannung von 2 bis 4 V an der Batterie, um den Ladevorgang zu starten – Schutzmechanismus gegen das Laden kurzgeschlossener oder defekter Batterien. NOCO-GENIUS-Geräte bieten einen manuell aktivierbaren Force-Modus, der diese Schwelle temporär überbrückt und auch Batterien mit 0 V oder nahe 0 V wieder hochzieht. In der Praxis relevant vor allem für Wohnmobil-Aufbaubatterien nach langer Standzeit oder tiefentladene Oldtimer-Batterien.

Wichtig: Der Force-Modus ersetzt keine Batterie-Diagnose. Eine Batterie, die im Force-Modus wieder lädt, kann trotzdem zellintern beschädigt sein. NOCO selbst empfiehlt, nach Force-Ladung einen Kapazitätstest zu fahren, bevor das Gerät wieder regulär eingesetzt wird.

Lithium-Modus (LiFePO4) über die gesamte Serie

Während Bosch LiFePO4 nur in zwei Modellen der C-Linie anbietet (C40-Li und C80-Li) und CTEK einen expliziten Lithium-Modus in einzelnen Modellen (MXS 5.0 Test&Charge, MXS 10, NXT 5, NXT 15) führt, hat NOCO den LiFePO4-Modus bereits im GENIUS1 mit 1 A Ladestrom eingebaut. Relevant vor allem für E-Bike-Akkus mit LiFePO4-Zellchemie oder kleine Lithium-Starterbatterien im Motorrad- und Powersport-Segment.

Technisch arbeitet der Lithium-Modus mit einer Ladeschlussspannung von 14,2–14,6 V (je nach Modell) und ohne Float-Ladung. Die BMS-Erkennung der Batterie schaltet den Ladevorgang bei Vollladung ab.

Spark-Proof und Verpolungsschutz

Alle GENIUS-Geräte sind „spark-proof“: Am Ausgang liegt erst dann Spannung an, wenn die Batterie ordnungsgemäß erkannt wurde. Verpolung (Plus an Minus und umgekehrt) wird elektronisch erkannt und blockiert – kein Lichtbogen, keine Lüfter-Schmelze, keine durchgebrannte Sicherung. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal (CTEK und Bosch haben das auch), aber NOCO kombiniert es mit Hot-Connect-Schutz: Sie können die Klemmen auch an einer unter Spannung stehenden Batterie-Schiene anschließen, ohne dass der Hauptstromkreis überbrückt wird.

Die aktuelle GENIUS-Serie 2026 im Überblick

Die GENIUS-Reihe ist seit 2018 in der heutigen Form auf dem europäischen Markt und wurde zuletzt 2022 um die PRO25- und PRO50-Modelle erweitert. Alle Geräte teilen sich den Force-Modus, den Lithium-Modus und das Spark-Proof-Design; Unterschiede liegen im Ladestrom, der Kapazitätsabdeckung und der Anzahl der Ladebänke.

Quelle: NOCO Bedienungsanleitungen + Datenblätter, abgerufen 2026-04-25.
Modell Ladestrom Spannung Kapazität (Ah) Lithium Force Zielgruppe
GENIUS1 1 A 6 V / 12 V bis 30 ja ja Motorrad, Oldtimer-Erhaltung
GENIUS2 2 A 6 V / 12 V bis 40 ja ja Motorrad groß, Rasentraktor
GENIUS2D 2 A 12 V (Direct-Mount) bis 40 ja ja Onboard fest verbaut (Boot, Wohnmobil)
GENIUS5 5 A 6 V / 12 V 1,2–120 ja ja PKW-Standard
GENIUS10 10 A 6 V / 12 V 14–230 ja ja Wohnmobil-Aufbau, SUV, große PKW
GENIUS2X2 / 2X4 2×2 A bzw. 4×2 A 12 V (Multi-Bank) je bis 40 ja ja Werkstatt, Bootsflotte
GENIUSPRO25 25 A 6 V / 12 V / 24 V bis 500 ja ja Profi, LKW, Reisemobil groß
GENIUSPRO50 50 A 6 V / 12 V / 24 V bis 1.000 ja ja Schwerlast, Gewerbeflotte
NOCO GENIUS-Serie 2026: Technische Eckdaten. Quelle: offizielle NOCO-Bedienungsanleitungen und Produktdatenblätter.

Welches NOCO-Gerät für welche Batterie?

Grundregel: Der Ladestrom sollte zwischen 1/10 und 1/4 der Batteriekapazität liegen. Für eine 70-Ah-PKW-Batterie ist demnach der GENIUS5 (5 A, C/14) passend, der GENIUS10 (10 A, C/7) ebenfalls akzeptabel und der GENIUSPRO25 (25 A, C/3) überdimensioniert.

Anwendung Typische Kapazität Empfehlung
Motorradbatterie (Saison) 4–14 Ah GENIUS1 (1 A)
Oldtimer 6 V Erhaltung 40–90 Ah GENIUS1 oder GENIUS2
Rasentraktor, Roller 12–40 Ah GENIUS2 (2 A)
Standard-PKW 12 V 50–80 Ah GENIUS5 (5 A)
SUV / Van / Start-Stopp 70–110 Ah GENIUS5 oder GENIUS10
Wohnmobil-Aufbaubatterie 100–230 Ah GENIUSPRO25 (25 A)
Boot fest verbaut (Direct-Mount) bis 40 Ah GENIUS2D (2 A)
Multi-Batterie-Fleet (2–4 Bänke) je bis 40 Ah GENIUS2X2 oder 2X4
LKW / 24-V-Traktor bis 500 Ah GENIUSPRO25 (25 A)
Gewerbeflotte, schwerer Maschinenpark bis 1.000 Ah GENIUSPRO50 (50 A)
Tiefentladene Batterie retten (alle) Beliebiges GENIUS-Gerät mit Force-Modus

GENIUS1 und GENIUS2 – der Einstieg für kleine Batterien

NOCO GENIUS1 – Kompaktes 1-A-Ladegerät für Motorräder und kleine 6V/12V-Batterien
NOCO GENIUS1

Der NOCO GENIUS1 ist mit 272 g eines der leichtesten Ladegeräte am Markt und kostet je nach Händler 30 bis 45 €. Für 6-V- und 12-V-Blei-Säure- sowie LiFePO4-Batterien bis 30 Ah – also Motorradbatterien, Roller-Batterien, Oldtimer-6-V-Batterien und kleine LiFePO4-Akkus. Der Ladestrom von 1 A ist bewusst niedrig, um Motorradbatterien schonend zu laden. Der Force-Modus, die automatische Desulfatierung und die Erhaltungsladung sind identisch zu den größeren Modellen.

Der GENIUS2 erweitert den Kapazitätsbereich auf 40 Ah (12 V) und bietet 2 A Ladestrom – sinnvoll für etwas größere Motorräder, Rasentraktoren oder Elektroroller-Batterien. Die Detailbewertungen:

GENIUS5 und GENIUS10 – die PKW- und Wohnmobil-Klasse

NOCO GENIUS 5 EU – 5-A-Ladegerät für PKW bis 120 Ah mit Force-Modus und LiFePO4-Profil
NOCO GENIUS 5 EU

Der NOCO GENIUS5 EU (5 A) ist mein persönlich im Langzeit-Einsatz getestetes Gerät für die Standard-PKW-Klasse. Sieben Lademodi (12 V, 12 V AGM, 12 V Lithium, 6 V, Repair, Force, Standby), kompakter Formfaktor (7,0 × 11,7 cm), Gewicht unter 600 g. In der 5-A-Klasse das kompakteste Gerät im direkten Vergleich zum CTEK MXS 5.0 und zum Bosch C40-Li.

Der GENIUS10 erweitert den Kapazitätsbereich auf 230 Ah und ist damit die beste Wahl für größere Wohnmobil-Aufbaubatterien, SUV-Starterbatterien und LiFePO4-Camperbatterien bis ca. 200 Ah. Die Detailbewertungen enthalten Ladekurven, Praxisfotos und den Vergleich zu den Wettbewerbern:

GENIUS2D und GENIUS2X2/2X4 – Onboard und Multi-Bank

NOCO GENIUS2X2 – Multi-Bank-Ladegerät für 2 Batterien gleichzeitig
NOCO GENIUS2X2

Der GENIUS2D ist ein Direct-Mount-Ladegerät: fest an der Batterie verbaut (typisch auf Booten oder in Wohnmobilen), mit dauerhaftem Netzkabel-Anschluss am Landstromnetz. Für Besitzer, die ihre Fahrzeugbatterie bei jedem Abstellen automatisch nachladen wollen, ohne das Ladegerät jedes Mal neu anzuschließen. 2 A Ladestrom, 12 V, LiFePO4-fähig.

Die GENIUS2X2 (2 Bänke) und GENIUS2X4 (4 Bänke) sind Multi-Bank-Ladegeräte für Werkstätten, Bootsflotten oder Haushalte mit mehreren Fahrzeugen. Jede Bank liefert unabhängig 2 A, kann separate Batterien mit unterschiedlichem Ladezustand parallel versorgen und jede Bank beherrscht den Lithium-Modus. Details:

GENIUSPRO25 und GENIUSPRO50 – die Profi-Klasse

NOCO GENIUSPRO25 – 25-A-Profi-Ladegerät für 6V/12V/24V-Batterien bis 500 Ah
NOCO GENIUSPRO25

Der GENIUSPRO25 (25 A) und der GENIUSPRO50 (50 A) sind Werkstatt-Geräte: 6-V-, 12-V- und 24-V-Unterstützung, Ladekapazität bis 500 Ah (PRO25) bzw. 1.000 Ah (PRO50), professioneller Supply-Modus für Steuergeräte-Codierungen und das klassische NOCO-Set aus Force-Modus, Lithium-Profil und Spark-Proof.

Für LKW-Werkstätten, Gewerbeflotten mit 24-V-Bordnetz und Wohnmobil-Händler, die große Aufbaubatterien in kurzer Zeit laden müssen, sind diese Geräte die aktuell leistungsstärkste Konsumenten-Lösung am Markt (CTEK PRO25S und PRO25 CIC liegen bei 25 A und sind die einzigen direkten Wettbewerber):

NOCO vs. CTEK vs. Bosch

Die drei Marken decken denselben Kernmarkt ab, haben aber unterschiedliche Stärken. Eine Übersicht:

Wo NOCO punktet

  • Force-Modus: Einzigartig in dieser Form. Weder CTEK noch Bosch können tiefentladene Batterien ab 0 V laden.
  • Lithium-Modus über gesamte Serie: Schon das 30-€-Gerät (GENIUS1) hat einen LiFePO4-Modus. Bosch bietet Lithium erst ab dem C40-Li (ca. 70 €), CTEK je nach Modell gestaffelt.
  • Kompakter Formfaktor: GENIUS1 mit 272 g, GENIUS5 mit unter 600 g – die kompaktesten Geräte ihrer Leistungsklassen.
  • 5 Jahre Herstellergarantie auf alle GENIUS-Battery-Charger laut NOCO Limited Warranty (Stand 2026): gleichauf mit CTEK MXS-Serie, deutlich länger als Bosch C-Serie (3 Jahre).
  • Direct-Mount- und Multi-Bank-Modelle: GENIUS2D und GENIUS2X2/2X4 haben kein direktes Äquivalent bei CTEK oder Bosch im selben Preisbereich.

Wo CTEK und Bosch stärker sind

  • Bedienung: CTEK hat die klarste Ein-Knopf-Logik mit beschrifteten LEDs. Bosch ebenfalls sehr einfach. NOCO ist leistungsfähiger, aber bei mehreren Modi auch weniger intuitiv – die Knopfsequenz „Halten für 3 Sekunden zum Moduswechsel“ braucht ein paar Ladevorgänge, bis sie sitzt.
  • Deutschsprachige Dokumentation: Bosch-Bedienungsanleitungen sind auf Deutsch verfasst und im Detail sehr ausführlich. NOCO-Dokumente sind übersetzt aus dem Englischen und an manchen Stellen gekürzt.
  • Recond-Modus (gezielte Regeneration): CTEK hat mit dem dedizierten Recond-Programm (siehe CTEK Reconditioning erklärt) eine deutlich transparenter dokumentierte Restaurationsfunktion als der NOCO Repair-Mode.
  • Preis bei Einsteiger-Geräten: Der Bosch C10 (~30 €) und das CTEK MXS 3.8 unterbieten NOCO im untersten Segment, weil sie auf Force-Modus und Lithium-Profil verzichten.

Eine detaillierte Cross-Brand-Empfehlung pro Batterietyp steht im Leitfaden: Autobatterie-Ladegerät 2026: Praxis-Vergleich & Kaufberatung.

Alle NOCO-Bewertungen auf einen Blick

Alle NOCO-GENIUS-Einzelseiten mit technischen Daten, Lademodi-Beschreibung und Ingenieur-Einordnung:

Für die reinen Starthilfegeräte (Jump-Starter) hat NOCO die separate Boost-Serie (z. B. GB30): Das sind keine Ladegeräte im eigentlichen Sinn, sondern Lithium-Power-Packs für den Starthilfe-Einsatz bei leerer PKW-Batterie.

ECTIVE Multiload – deutsche Direkt-Affiliate-Alternative

Wer neben NOCO eine deutsche Hersteller-Direkt-Alternative im Camper- und Wohnmobil-Segment sucht, findet bei ECTIVE die Multiload-Reihe (LFP-Variante mit dediziertem Lithium-Profil bzw. 8-Stufen-Variante für AGM/GEL/EFB/Nass). Vier Strom-Klassen 10–20 A, direkt vom Hersteller über das Awin-Programm mit 30-Tage-Cookie und Hersteller-Garantie.

Die volle Modell-Reihe und Auswahl-Heuristik in den Sub-Ratgebern: LiFePO4-Ladegerät 2026 (LFP-Variante) und GEL-Batterie-Ladegerät 2026 (8-Stufen-Variante).

Wo kaufen – Anbieter-Übersicht

Vor dem Kauf eines NOCO-Geräts lohnt sich der Preisvergleich, weil die Listenpreise je nach Saison und Lagerbestand schwanken. Wir verlinken bewusst mehrere Bezugsquellen, damit Sie unabhängig vom Marktplatz vergleichen können:

  • Amazon.de – siehe die im Text mit Sternchen (*) markierten Affiliate-Links. Schnelle Lieferzeit, Prime, breites Sortiment.
  • idealo Preisvergleich – aggregiert Angebote von rund 30.000 Online-Händlern, kein Affiliate-Programm, dient ausschließlich der unabhängigen Marktübersicht.
  • Conrad Electronic – Versand aus Deutschland, Werkstatt- und Industrie-Sortiment, Filialabholung möglich.
  • NOCO Direktshop (no.co) – Hersteller-Direktverkauf der EU-Variante mit Schuko-Netzstecker.

Mit * gekennzeichnete Links sind Amazon-Affiliate-Links. Wenn Sie darüber kaufen, erhalten wir eine kleine Provision; für Sie ändert sich am Preis nichts. Die hier zusätzlich verlinkten Anbieter sind keine Affiliate-Links und finanzieren ausschließlich die unabhängige Marktübersicht.

Häufige Fragen (FAQ)

Welches NOCO-Ladegerät ist das richtige für meine Autobatterie?

Für einen normalen 12-V-PKW (50–80 Ah) reicht der GENIUS5. Bei Start-Stopp-Fahrzeugen mit AGM- oder EFB-Batterie ebenfalls der GENIUS5 (12-V-AGM-Modus). Für Wohnmobil-Aufbaubatterien über 100 Ah oder größere LiFePO4-Akkus: GENIUS10 oder GENIUSPRO25. Für Motorräder und Oldtimer mit kleinen Batterien: GENIUS1 oder GENIUS2. Für 24-V-Bordnetz (LKW): GENIUSPRO25 oder GENIUSPRO50.

Kann ich mit einem NOCO-Ladegerät eine LiFePO4-Batterie laden?

Ja, und zwar mit jedem GENIUS-Gerät ab dem GENIUS1. Der Lithium-Modus ist in der gesamten Serie integriert, die Ladeschlussspannung liegt bei 14,2 bis 14,6 V (je nach Modell) und ohne Float-Ladung. Wichtig: den Lithium-Modus manuell auswählen; der Standard-Modus lädt mit Blei-Säure-Kennlinie und kann das BMS der Li-Batterie überlasten.

Was ist der Force-Modus bei NOCO?

Der Force-Modus ist eine manuell aktivierbare Funktion, die Batterien mit Spannung unter 2 V – also praktisch tiefentladene oder komplett leere Batterien – wieder hochlädt. Normale Ladegeräte verweigern den Start bei zu niedriger Spannung als Schutz vor defekten Batterien. NOCO überbrückt diesen Schutz temporär (für 5 Minuten). Nach Erreichen von ca. 4 V schaltet das Gerät in den normalen Lademodus.

Wie lange ist die NOCO-Garantie?

NOCO gewährt 5 Jahre Herstellergarantie auf alle Battery-Charger-Produkte (NOCO Limited Warranty, Stand 2026). Damit liegt NOCO auf Niveau der CTEK MXS-Serie und länger als Bosch C-Serie (3 Jahre). Eine Produkt-Registrierung ist seit 2024 nicht mehr Voraussetzung, sondern dient nur der digitalen Belegspeicherung.

NOCO GENIUS5 oder CTEK MXS 5.0 – was ist besser?

Beide Geräte sind 5-A-Standard-Lader für PKW-Batterien bis ca. 120 Ah. Der GENIUS5 hat den Force-Modus und den Lithium-Modus, der CTEK MXS 5.0 die klarere Ein-Knopf-Bedienung und den Recond-Modus für gezielte Regeneration. Für LiFePO4-Besitzer und Nutzer mit tiefentladenen Batterien: GENIUS5. Für reine Blei-Säure-Batterien und Nutzer, die seltenst das Ladegerät anfassen: MXS 5.0. Preislich liegen beide Geräte im gleichen Bereich (ca. 75–95 €).

Warum haben GENIUS-Geräte kein LCD-Display?

NOCO setzt auf eine einfache LED-Reihe statt ein LCD. Der Ladefortschritt wird als farbige Segment-Anzeige dargestellt, Fehlercodes als blinkende Muster. Das hält den Preis niedrig und reduziert Ausfallquellen. Wer ein LCD bevorzugt, ist beim CTEK MXS 5.0 Test&Charge oder beim CTEK CT5 Time to Go besser aufgehoben.

Sind NOCO-Ladegeräte CE-zertifiziert für Deutschland?

Ja, die EU-Varianten (Erkennungsmerkmal: „EU“ im Modellnamen oder auf dem Typenschild) sind CE-zertifiziert, haben einen Schuko-Netzstecker und entsprechen den europäischen Normen (EN 60335-2-29). Reine US-Varianten mit US-Netzstecker sollten Sie nicht kaufen – die fehlen die CE-Kennzeichnung und erfordern zusätzlich einen Spannungswandler.

Wie laut sind NOCO-Ladegeräte?

Die kleineren Geräte (GENIUS1, GENIUS2) arbeiten lüfterlos und sind praktisch lautlos. Ab dem GENIUS5 kommt ein temperaturgesteuerter Lüfter zum Einsatz, der nur unter Volllast anläuft – im Erhaltungsbetrieb oder bei niedrigem Ladestrom bleibt das Gerät still. Gemessen wurde für den GENIUS5 eine Lautstärke von etwa 35 dB(A) bei Volllast; das ist leiser als die meisten Kühlschränke.

Fazit

NOCO ist die Wahl für drei Nutzergruppen: Erstens Besitzer tiefentladener Batterien, die eine echte Rettungsfunktion brauchen (Force-Modus). Zweitens LiFePO4-Nutzer, die schon im untersten Preissegment ein dediziertes Lithium-Profil wollen. Drittens Anwender, die Multi-Bank- oder Direct-Mount-Setups benötigen. Für den reinen 12-V-PKW-Standardfall ohne diese Sonderanforderungen sind CTEK und Bosch gleichwertig und teilweise günstiger.

Die GENIUSPRO25– und GENIUSPRO50-Geräte sind die aktuell leistungsstärksten Konsumenten-Ladegeräte auf dem deutschen Markt und verdrängen zunehmend die klassischen Werkstattlader von Fronius, Deutronic und Co. im mittleren Preissegment.

NOCO-Bedienungsanleitungen für alle GENIUS-Modelle mit Lademodi-Tabelle, Fehlercodes und Erst-Inbetriebnahme finden Sie im NOCO-Anleitungen-Hub.

Weiterlesen:

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